Zehn Jahre Haft für Luxushotel-Anschlag in Jakarta
publiziert: Dienstag, 24. Aug 2004 / 14:10 Uhr

Jakarta - Ein Jahr nach dem Anschlag auf ein Luxushotel in der indonesischen Hauptstadt Jakarta ist ein Mittäter zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Beim Selbstmordanschlag militanter Muslime auf das Marriott-Hotel waren 13 Menschen getötet worden.

Der Angeklagte wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Der Angeklagte wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Es sei erwiesen, dass der Angeklagte namens am Transport des Sprengstoffs beteiligt gewesen sei, begründete ein Gericht in Jakarta sein Urteil. In Zusammenhang mit der Bluttat waren rund 20 Verdächtige festgenommen worden.

Die Richter mussten gleichzeitig eine Anklage gegen den 31-Jährigen wegen Verwicklung in das verheerende Bombenattentat von Bali fallenlassen, bei dem im Oktober 2002 mehr als 200 Menschen getötet worden waren.

Das indonesische Verfassungsgericht hatte vor einigen Wochen entschieden, dass die nach dem Bali-Anschlag erlassenen Anti-Terror-Gesetze verfassungswidrig und daher ungültig sind, weil sie rückwirkend angewendet werden dürfen.

Der Angeklagte gilt als Mitglied der radikalen Islamistenorganisation Jemaah Islamiyah (JI), die für das Bali-Attentat wie auch für den Anschlag auf das Marriott-Hotel verantwortlich gemacht wird. Seit dem Bombenanschlag auf der Ferieninsel haben die indonesischen Behörden mehr als 100 mutmassliche JI-Anhänger festgenommen.

(rp/sda)

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