Zehn Meter fehlen in die Top Ten
publiziert: Samstag, 18. Dez 2004 / 17:55 Uhr

Simon Ammann und Co. blieben im ersten von zwei Weltcup-Springen in Engelberg hinter den Erwartungen zurück. Andreas Küttel war als 17. der Erfolgreichste, Michael Möllinger (20.) und Ammann (25.) sammelten weniger Punkte als erhofft. Bereits den sechsten Saisonsieg feierte Janne Ahonen (Fi).

Noch ist das Schweizer Nordisch-Team nicht dort, wo es gerne sein möchte.
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Insbesondere Doppel-Olympiasieger Ammann konnte nicht an die Vorstellungen von Trondheim und Harrachov (Tsch) anknüpfen und musste einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen. Der Toggenburger büsste somit seinen fixen Startplatz ein und wird künftig wieder die Qualifikation zu bestehen haben. "Ich nahm nach dem Absprung zu wenig Höhe mit", meinte er in einer ersten Analyse. Seiner Ansicht nach fand er im Schanzenradius nicht die optimale Hocke und geriet mit dem Gesäss zu tief. Dadurch verpuffte beim Absprung ein Teil der Kraft. 117 und bei leicht verkürztem Anlauf 114,5 m standen zu Buche.

Während Ammann weiss, was er am Sonntag korrigieren will, scheint Küttel etwas ratlos. "Ich hatte ein gutes Gefühl. Der Rückstand von mehr als 10 m auf die Spitze gibt mir deshalb zu denken." Im Finaldurchgang, als er auf 124 bloss 120 m folgen liess, drückte ihn wohl der Rückenwind leicht nach unten. "Andreas hatte etwas Pech", meinte auch Trainer Berni Schödler. Entgegen der Prognosen verlief der Wettkampf allerdings regulär. Küttel machte sich mit einer alten Springer-Weisheit selbst Mut für den nächsten Wettkampf. "Eine kleine Änderung kann 10 bis 15 m Weite bringen. Das ist ja das Schöne an unserem Sport."

Michael Möllingers Grundtechnik stimmt, trotzdem scheinen sich nach dem tollen Saisonstart kleine Fehler einzuschleichen. "Es muss mehr drinliegen", meinte er und hofft auf eisigere Anlaufspuren. Als Springer mit aggressiver Technik liebt er die möglichst rasche Beschleunigung. Weiterhin nicht mit seinen Teamkollegen mitzuhalten vermag Marco Steinauer. Bei seinem fünften Weltcupstart in diesem Winter schaffte er zwar die vierte Qualifikation, von einer Teilnahme im Finaldurchgang blieb er aber erneut weit entfernt.

Wer will Ahonen stoppen?

Der Finne Janne Ahonen setzte seine Dominanz mit dem sechsten Sieg im siebenten Springen des Winter fort. In Engelberg lag er nach dem ersten Durchgang trotz Schanzenrekord (141 m) noch im Hintertreffen, weil er auf eine Telemark-Landung verzichtet hatte. Jakub Janda (Tsch), der wie beim letzten Springen in Harrochov als Führender der zweiten Umgang in Angriff nahm, mochte die 137,5 m von Ahonen nicht zu kontern und fiel auf Rang 3 zurück. Immerhin erreichte der 26-jährige Tscheche den vierten Podestplatz in dieser Saison und den fünften insgesamt. Ein Sieg fehlt ihm noch im Palmares.

Dies trifft auf Ahonen nicht zu. Seinen ersten Triumph auf Weltcup-Stufe hatte er 1993 in Engelberg gefeiert und mit seinem nunmehr vierten Erfolg in der Innerschweiz das Total auf 24 Erfolge erhöht. Er nimmt nun Adam Malysz (Pol/25 Siege), Andreas Felder (Ö/25) und Martin Schmitt (De/28) ins Visier, die vor ihm in der ewigen Siegerliste stehen. Jens Weissflog (De/33) und Matti Nykänen (Fi/46) bleiben vom Appetit Ahonens vorderhand verschont. In Sachen Konstanz ist der Gesamt-Weltcupsieger der letzten Saison aber bereits die Nummer 1. 81 Podestplätze im Weltcup hat noch keiner erreicht, Nykänen schaffte deren 76.

Um Ahonen und Janda gruppierten sich in einem hochklassigen Wettkampf bei fairen Bedingungen die drei Österreicher Thomas Morgenstern (2.), Martin Höllwarth (4.) und Andreas Widhölzl (5.). Morgenstern, der nach Rang 2 in Kuusamo etwas in den Hintergrund gedrängt wurde, führte seinen Erfolg auf eine geänderte Position in der Anlaufspur zurück. Er legt den Schwerpunkt nun etwas mehr nach hinten und fliegt prompt wieder die Nähe der Schanzenrekorde.

(mo/Si)

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