Zehn Millionen Dollar Kopfgeld für Maschadow
publiziert: Dienstag, 15. Mrz 2005 / 12:56 Uhr

Moskau - Der russische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben zehn Millionen Dollar für die Informationen gezahlt, die ihm die Tötung des tschetschenischen Rebellenführers Aslan Maschadow ermöglichten.

Wie starb Aslan Maschadow?
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Im September vergangenen Jahres sei das Kopfgeld ausgesetzt worden, teilte der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mit. Daraufhin hätten sich Bürger an den Geheimdienst gewandt und die nötigen Informationen geliefert, durch die der genaue Aufenthaltsort Maschadows ermittelt worden sei.

Auch für entsprechende Informationen über weitere Anführer der Terroristen will der FSB nach eigenen Angaben ein Kopfgeld zahlen, vor allem für Hinweise auf den Rebellenführer Schamil Bassajew.

Zweifel an der offiziellen Version

Der russische Geheimdienst hatte vor einer Woche die Tötung des 53-jährigen Maschadow bekannt gegeben. Nach der offiziellen Version wurde er in dem Dorf Tolstoi-Jurt nördlich der tschetschenischen Hauptstadt Grosny bei einem Einsatz von Spezialkräften getötet.

Die russische Tageszeitung Moskowski Komsomolez zog die offizielle Version in Zweifel. Tatsächlich sei Maschadow verhört worden, bevor er erschossen worden sei. Dann sei sein Leichnam nach Tolstoi-Jurt gebracht worden, wo ein Einsatz russischer Spezialkräfte vorgetäuscht worden sei.

Maschadow war 1997 unter Aufsicht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zum tschetschenischen Präsidenten gewählt, von Moskau aber nie als solcher anerkannt worden.

(rp/sda)

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