Mehrere Tote nach Anschlag in Nigeria
Zehn Tote nach Selbstmordanschlag auf Kirche in Nigeria
publiziert: Sonntag, 28. Okt 2012 / 21:48 Uhr

Kaduna - Im Norden Nigerias sind am Sonntag bei einem Selbstmordattentat auf eine katholische Kirche mindestens acht Menschen getötet worden. Über 140 wurden bei dem Angriff während der Messe verletzt. Bei Vergeltungsaktionen kamen mindestens zwei weitere Menschen ums Leben.

8 Meldungen im Zusammenhang
Nach Angaben der Sicherheitsbehörden hatte der Attentäter einen mit Sprengstoff beladenen Jeep in die Kirche gesteuert. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Attentat.

Ähnliche Anschläge in der Vergangenheit waren von der muslimischen Extremistenorganisation Boko Haram verübt worden. Deren Aufstand begann im Jahr 2009. Seitdem starben bei den Auseinandersetzungen nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 2800 Menschen.

Der Anschlag ereignete sich in Kaduna, einer Stadt mit christlicher und muslimischer Bevölkerung. Die Mauer der Kirche wurde durch die Explosion aufgesprengt. Diese war so gewaltig, dass auch zahlreiche andere Gebäude beschädigt wurden, wie ein Überlebender berichtete.

Die Verhaftung stehe im Zusammenhang mit dem seit Wochen laufenden Kindesmissbrauchsskandal gegen den ehemaligen BBC-Moderator Jimmy Savile.

Glitter war bereits wegen Kindesmissbrauchs in Vietnam im Gefängnis. 2008 kam er nach fast drei Jahren Haft wieder nach Grossbritannien. Dem gestorbenen Savile wird vorgeworfen, während 40 Jahren mehr als 300 Kinder missbraucht zu haben.

Mit Knüppeln und Messern

Nach dem Attentat zogen aufgebrachte christliche Jugendliche durch die Strassen, bewaffnet mit Knüppeln und Messern. Ein Reuters-Reporter sah zwei Leichen in Blutlachen liegen.

Ein Jugendlicher mit blutigem T-Shirt rief: «Wir haben sie getötet, und wir werden noch mehr tun!» Die Polizei errichtete Strassensperren und patrouillierte durch die Stadt, um weitere Gewalt zu verhindern.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Der Anteil von Christen und Muslimen ist weitgehend ausgeglichen, allerdings gibt es regionale Unterschiede: Der Islam dominiert den Norden, das Christentum den Süden.

Boko Haram will im Norden einen muslimischen Staat errichten, in dem die Scharia befolgt wird. Die wichtigsten Ölfelder von Afrikas grösstem Produzenten befinden sich im Süden des Landes.

Nigeria ist mit mehr als 140 Millionen Einwohnern Afrikas bevölkerungsreichstes Land. Trotz reicher Ölvorkommen lebt jeder zweite Nigerianer unterhalb der Armutsgrenze. Die Bevölkerung besteht etwa je zur Hälfte aus Christen und Muslimen.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Lagos - Bei einer Massenpanik in einer katholischen Kirche im Osten ... mehr lesen
Kirche in Nigeria (Symbolbild)
Abuja - Nigerianische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen hohen Anführer der radikalislamischen Sekte Boko Haram gefasst. Mohammed Zangina sei ein Mitglied des leitenden Schura-Rates und für die meisten Selbstmord- und Bombenanschläge der Sekte verantwortlich. mehr lesen 
Kano - Die nigerianische Regierung hat sich am Freitag offen gezeigt, für Verhandlungen mit den Islamisten der Sekte Boko Haram. Die Regierung äusserte aber Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Friedensangebots der selbsternannten «nigerianischen Taliban». mehr lesen  1
Kaduna - Bei den jüngsten interreligiösen Auseinandersetzungen in Nigeria sind nach Angaben von Polizei und Rotem Kreuz mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Auslöser der Unruhen waren Übergriffe der radikal-islamischen Sekte Boko Haram auf Kirchen. mehr lesen 
Kaduna - Die Zahl der Todesopfer beim jüngsten Aufruhr im Norden Nigerias ist bis Montag auf 52 gestiegen. Das berichteten Spitäler, nachdem die Toten in die Leichenhäuser gebracht worden waren. Auslöser der Gewaltakte waren drei Anschläge von Muslimen auf Kirchen in der Provinz Kaduna. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zaria - Bei Anschlägen auf christliche Kirchen und anschliessenden Vergeltungsaktionen gegen Muslime im Norden Nigerias sind nach Angaben der Behörden dutzende Menschen getötet worden. Über 120 Menschen sollen verletzt worden sein. mehr lesen 
Bauchi - Im Norden Nigerias sind bei einem Autobombenanschlag nahe einer Kirche mindestens acht Menschen getötet worden. Das nigerianische Rote Kreuz sagte, es seien mehr als 30 Menschen verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. mehr lesen 
Potiskum - Fünf Tage nach einem blutigen Angriff auf einen Viehmarkt der nigerianischen Stadt Potiskum ist es bei einer Protestkundgebung zu Ausschreitungen gekommen. mehr lesen 
Wüste Bilder nach dem Brandanschlag.
Armee sucht nach Tätern  Nablus - Vermutlich radikale Siedler haben im Westjordanland einen Brandanschlag verübt, bei dem ein Kleinkind einer palästinensischen Familie ums Leben gekommen ist. Die israelische Armee suchte am Freitag intensiv nach den Tätern. 
Vier Israelis im Westjordanland beschossen Jerusalem - Durch Schüsse auf ihr Fahrzeug sind im palästinensischen ...
Boko Haram  Maiduguri - Erneut hat sich in Nigeria eine Selbstmordattentäterin auf einem belebten Markt in die Luft gesprengt. Die Frau zündete ...
Nigerias Armee befreit 30 Geiseln aus Gewalt von Boko Haram Abuja - Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben 30 Geiseln, zumeist Kinder, aus der ...
Rund 30 Geiseln wurden befreit. (Symbolbild)
Erneuter Selbstmordanschlag in Kamerun Yaounde - Im Norden Kameruns ist erneut ein schwerer Bombenanschlag verübt worden. ...
Islamische Fanatiker töten über 50 Menschen Kano - Bei Anschlägen in Nigeria und Kamerun sind am Mittwoch mehr als 50 ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1411
    Unabhängige Schweiz! "Auch ein Gesuch nach Öffentlichkeitsgesetz bleibt erfolgslos. «Der ... heute 14:40
  • jorian aus Dulliken 1596
    Vision oder was? Wau wirklich Visionär Herr Hollande! Nur wie will das Frankreich ... heute 13:53
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3189
    Die... Verweigerung der Politik offen über negative Folgen der Immigration zu ... heute 11:17
  • Kassandra aus Frauenfeld 1411
    Ja, Bildung und Wohlstand wenn sie fehlen, wie beim Schäfchen, haben wir einen sogenannten ... heute 06:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1411
    Ein Schuldeingeständnis Russlands wer ausser vielleicht ein paar sich auf Freigang befindlichen Schafen ... gestern 18:08
  • keinschaf aus Wladiwostok 2692
    Wirtschaftsregierung Kein Wunder wird die EU von den Spasten in diesem Forum auch jetzt noch ... gestern 16:35
  • Kassandra aus Frauenfeld 1411
    Recht primitiv, zombie solches von sich zu geben: "PKK-Chef A. Öcalan sitzt jetzt gut ... gestern 11:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3189
    Wenn... die CH oder ein anderes Land in Europa eine moralische Verpflichtung ... gestern 10:23
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 9°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 6°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 9°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 10°C 25°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 11°C 24°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 13°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 18°C 25°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten