Zehn französische Soldaten in Afghanistan getötet
publiziert: Dienstag, 19. Aug 2008 / 13:28 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Aug 2008 / 23:50 Uhr

Kabul - Bei einem Angriff auf einen französischen Militärkonvoi bei Kabul sind in der Nacht zehn französische Fallschirmspringer und Marineinfanterisen der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet worden. 21 weitere wurden verwundet.

Beobachter sprachen von einem der dreistesten Frontalangriffe auf einen ausländischen Stützpunkt.
Beobachter sprachen von einem der dreistesten Frontalangriffe auf einen ausländischen Stützpunkt.
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Das sind die schwersten französischen Verluste seit dem islamistischen Terroranschlag in Beirut im Jahr 1983, bei dem 58 Soldaten getötet wurden. Laut dem afghanischen Verteidigungsministerium wurden bei den Gefechten auch 27 Angreifer getötet.

Präsident Nicolas Sarkozy kündigte einen Besuch in Afghanistan an und zeigte sich fest entschlossen, den Einsatz in dem Land fortzusetzen. «Frankreich wird den Kampf gegen den Terrorismus für Demokratie und Freiheit weiterführen.»

Sozialisten fordern Debatte

Die französischen Sozialisten forderten eine parlamentarische Debatte über den Afghanistaneinsatz. Die aussenpolitischen Ausschüsse beider Kammern müssten dringend zusammentreten, erklärte Parteichef François Hollande in Paris.

Frankreich hatte erst vor zwei Wochen für ein Jahr das Kommando im Raum Kabul übernommen. Wie auf dem NATO-Gipfel im April in Bukarest versprochen, hatte Frankreich zudem sein Kontingent um 700 auf rund 3000 Mann verstärkt. Insgesamt hat die ISAF rund 50'000 Soldaten in Afghanistan im Einsatz.

Wenige Stunden vor dem Angriff auf die Franzosen griff ein Islamistenkommando den US-Stützpunkt Camp Salerno in Südostafghanistan nahe der pakistanischen Grenze an. Sie seien allerdings von Bodentruppen und Kampfhelikoptern zurückgeschlagen worden, teilte die ISAF mit. Dabei seien 13 Angreifer ums Leben gekommen.

(tri/sda)

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