Zehntausende Menschen in Frankreich vor Hochwasser evakuiert
publiziert: Mittwoch, 3. Dez 2003 / 20:07 Uhr

Marseille - Zehntausende Menschen sind in Südfrankreich auf der Flucht vor dem Hochwasser. Allein im Departement Gard um die Stadt Nîmes mussten 10 000 Einwohner nach ungewöhnlich heftigen Regenfällen Wohnungen und Häuser verlassen.

Die Hochwasser in Südfrankreich haben alarmierende Ausmasse angenommen.
Die Hochwasser in Südfrankreich haben alarmierende Ausmasse angenommen.
Nach Angaben der Präfektur in Nîmes flüchteten allein am Rande der Stadt Beaucaire mehr als 5000 Menschen zu Angehörigen oder - falls vorhanden - in den ersten Stock ihrer Häuser. Zahlreiche Betroffene mussten evakuiert werden; rund 900 Menschen wurden in Notunterkünften versorgt.

Im Dorf Aramon im Departement Gard wurden 2000 der 3700 Bewohner vorsorglich aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und in eine als Notunterkunft vorbereitete Schule zu ziehen.

Präsident Jacques Chirac stattete mit Innenminister Nicolas Sarkozy der Einsatz-Leitstelle Valabre im Departement Bouches-du-Rhône einen Blitzbesuch ab. Die Opfer der Katastrophe könnten auf die Solidarität der Nation bauen, versicherte Chirac.

Die Millionenstadt Marseille sollte zum Katastrophengebiet erklärt werden. 2000 Soldaten und 4000 Feuerwehrleute wurden zur Katastrophen-Bekämpfung mobilisiert. Der Krisenstab der Regierung setzte ausserdem Fremdenlegionäre ein, um der Bevölkerung zu helfen.

Für das südfranzösische Departement Hérault und die Stadt Montpellier wurde wegen der anhaltenden heftigen Unwetter am Mittwochmittag die Alarmstufe rot ausgerufen. Dort waren nach Angaben des Wetterdiensts Météo-France nach schweren Überschwemmungen weitere Unwetter zu erwarten.

Premierminister Jean-Pierre Raffarin sagte eine erste Nothilfe von 12 Millionen Euro zu. Erst im September 2002 waren bei bei ähnlichen Wetterlage 24 Tote zu beklagen, im September 1992 hatte es allein in der provencalischen Ortschaft Vaison-la-Romaine 46 Tote gegeben.

Auch Verbindungen aus der Schweiz waren betroffen. Die Nachtzüge Pablo Casals Zürich-Barcelona und die Verbindung Genf-Toulouse-Biarritz-Irún würden in der Nacht auf Donnerstag ausfallen, sagte ein SBB-Sprecher. Alle Nachtverbindungen ab Genf via Südfrankreich würden ersatzlos gestrichen.

(tr/sda)

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