Zehntausende demonstrieren in Brüssel
publiziert: Mittwoch, 29. Sep 2010 / 12:40 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 29. Sep 2010 / 15:01 Uhr
Der Streik trifft auch Tausende von Urlaubern.
Der Streik trifft auch Tausende von Urlaubern.

Madrid - In Brüssel zieht ein Demonstrationszug mit zehntausenden Personen durch die Stadt. Die europäischen Gewerkschaften hatten für Mittwoch zur Massendemonstration gegen Sparpläne und für Beschäftigung aufgerufen. Auch Schweizer Gewerkschafter beteiligten sich.

Bereits am Morgen waren Busse aus verschiedenen EU-Ländern in der europäischen Hauptstadt eingetroffen. Die Organisatoren erwarteten bis zu 100'000 Personen.

Der Demonstrationszug führte vom Südbahnhof der Stadt bis zum EU-Quartier. Die Gegend rund um die EU-Gebäude sperrte die zahlreich aufmarschierte Polizei weiträumig mit Stacheldraht ab. Zudem kreisten Helikopter über dem Demonstrationszug.

Die Spitzen der europäischen Gewerkschaftsverbände trafen kurz nach 13.00 Uhr mit dem amtierenden belgischen Premier Yves Leterme zusammen. Belgien hat momentan den halbjährig wechselnden Sitz der EU-Ratspräsidentschaft inne. Am späteren Nachmittag war ein weiteres Treffen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso geplant.

Einführung einer Finanztransaktionssteuer gefordert

Die Demonstrierenden fordern unter anderem die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Zudem kritisieren sie die Sparpakete verschiedener europäischer Regierungen, welche einen Abbau bei den Sozialversicherungen und dem öffentlichen Dienst mit sich bringen würden.

Auch in der Schweiz sei ein breiter Angriff auf die Sozialwerke im Gang, schreibt der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) in einer Mitteilung. Wie der SGB war auch die Gewerkschaft Unia bei der Demonstration in Brüssel durch eine Delegation vertreten.

Soziale Errungenschaften verteidigen

«Wir müssen zusammen mit den europäischen Gewerkschaften die sozialen Errungenschaften in Europa verteidigen und verhindern, dass Lohn- und Sozialdumping Überhand nehmen», wird Renzo Ambrosetti, Co-Präsident der Unia und Präsident der europäischen Metallarbeiter-Föderation, im Communiqué der Unia zitiert.

Der Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes, John Monks, rief die EU-Staaten zum Umdenken auf: «Es ist noch Zeit für einen Richtungswechsel», sagte Monks zu Beginn der Kundgebung.

(fest/sda)

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