Zehntausende gegen Maulkorbzwang
publiziert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 19:10 Uhr

Genf - Der allgemeine Maulkorbzwang für Hunde in vielen Grünanlagen stösst in der Genfer Bevölkerung auf breite Ablehnung.

Ein American Pitbull Terrier mit Maulkorb.
Ein American Pitbull Terrier mit Maulkorb.
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Innerhalb eines Monats haben über 34´000 Personen eine Petition gegen den Maulkorbzwang unterschrieben. Der Genfer Tierschutz (SPA) und die Veterinärgesellschaft (SGV), welche die Petition gestartet haben, wollen die Unterschriften am Donnerstag der Kantonsregierung übergeben.

Die Aktion sei unglaublich erfolgreich verlaufen, teilten die beiden Organisationen mit. In knapp einem Monat seien 34´321 Unterschriften zusammengekommen. Laut Auskunft der Staatskanzlei ist dies für Genf ein neuer Rekord. Nie seien in so kurzer Zeit so viele Unterschriften gesammelt worden.

Notfalls vor Bundesgericht

Die SPA und die SGV erklärten in ihrem Communiqué weiter, dass sie gegen das Maulkorbreglement bis vor Bundesgericht ziehen, falls es nicht gelockert werde.

Die Regierung erklärte derweil erneut, dass es sich um eine provisorische Massnahme handle. Bis zur Einführung einer schweizweiten Regel oder der Revision des kantonalen Gesetzes wolle man einfach keinen weiteren Unfall riskieren. Der Staatsrat hatte die Massnahme beschlossen, nachdem letzten August in einem Park ein Pitbull einem Kleinkind mit Bissen das Gesicht entstellt hatte.

Einsame Regierung

Mit dem Maulkorbzwang für alle Hunde steht die Regierung mittlerweile einsam da. «Unverhältnismässig, gesetzeswidrig und kontraproduktiv» sei die Massnahme, kritisieren viele Genfer.

Zudem foutieren sich die meisten Hundehalter um die neuen Regeln. In den Genfer Parkanlagen tragen nur wenige Hunde den seit Montag vorgeschriebenen Maulkorb. Sie riskieren zurzeit auch keine Busse. Die Polizei hat bislang nämlich noch keinen Auftrag erhalten, gegen fehlbare Hundebesitzer vorzugehen.

(ht/sda)

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