Zehntausende protestieren gegen Sozialabbau in Deutschland
publiziert: Samstag, 3. Apr 2004 / 12:25 Uhr

Berlin - Mehr als 140 000 Menschen sind in Berlin, Köln und Stuttgart zu Protesten gegen Sozialabbau zusammengekommen. In Köln versammelten sich etwa 50 000 Menschen, in Stuttgart waren es nach Gewerkschaftsangaben rund 50 000 Demonstranten.

Guido Westerwelle bezeichnete die Demonstranten als Verräter der Arbeitnehmerschaft und der Arbeitslosen.
Guido Westerwelle bezeichnete die Demonstranten als Verräter der Arbeitnehmerschaft und der Arbeitslosen.
Mit dem Protest - unter dem Motto Aufstehn für Arbeit und soziale Gerechtigkeit - soll ein Kurswechsel der rot-grünen Regierung in den Bereichen Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik erreicht werden.

Zu den Kundgebungen haben der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie Sozialverbände und linke Gruppen aufgerufen. Insgesamt werden über 100 000 Menschen erwartet. Die Aktionen stehen im Zeichen eines Europäischen Aktionstags der Gewerkschaften.

Opposition und Wirtschaft attackierten die Proteste scharf. Unionsfraktionsvize Friedrich Merz (CDU) sagte der Bild am Sonntag: Einige Gewerkschaften träumen von den 1970er Jahren und vergessen die Zukunft. Wir müssen das Tarifkartell aufbrechen und die Funktionäre entmachten.

FDP-Chef Guido Westerwelle sagte dem Blatt, viele Gewerkschaftsfunktionäre seien Verräter der Arbeitnehmerschaft und der Arbeitslosen, weil sie die Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft bekämpfen.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warf den Gewerkschaften vor, sie gefährdeten die Zukunft des Landes.

(rr/sda)

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