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Zeitungskommentatoren fordern Rücktritt von Schmid
publiziert: Samstag, 26. Jul 2008 / 10:01 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Jul 2008 / 10:19 Uhr

Bern - Auch nach dem Rücktrittsangebot von Armeechef Roland Nef hagelt es von Seiten der Zeitungskommentatoren Kritik auf Verteidigungsminister Samuel Schmid. Die Forderungen nach einem Rücktritt sind deutlicher denn je.

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«Lame Duck»? Samuel Schmids Rücktritt nur noch eine Frage der Zeit, so die Zeitungen.
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11 Meldungen im Zusammenhang
Schmid sei definitiv eine «lahme Ente», und für die Armee wäre es vermutlich am besten, wenn er raschmöglichst zurücktreten würde, schreibt die «Aargauer Zeitung». Schmids Führungsschwäche sei im Departement schon länger aktenkundig und eigentlich untragbar für ein Mitglied der Landesregierung, doppelt der «Tages-Anzeiger» nach.

Selbst bei den Kommentatoren der beiden grossen Berner Tageszeitungen «Berner Zeitung» und «Bund» hat der Berner Schmid seinen Kredit verloren. Schmid könne sich nur im Amt halten, weil gewisse Parteien kein Interesse an einer Vakanz hätten, meinen beide.

Dies heisse nicht, dass Schmid aus dem Schneider sei, so die «Berner Zeitung». Und: Wenn sich Schmid damit beruhigt, dass die nationalrätliche Sicherheitskommission nicht seinen Rücktritt fordert, dann mache er sich etwas vor, glaubt der «Bund».

Politiker fürchten Rückkehr der SVP

Schmids könne sich nur halten, weil das Gros der Schweizer Politiker derzeit nichts mehr fürchte als eine Rückkehr der SVP in die Landesregierung, glaubt die «Neue Luzerner Zeitung».

Als gelbe Karte interpretiert die «Südostschweiz» den Entscheid der SiK. Eine parlamentarische Untersuchung eines Departements müsse unter normalen Umständen als Rücktrittsaufforderung interpretiert werden.

Schmid habe klar versagt, schreibt die «Basler Zeitung». Die Affäre Nef sei die letzte, gravierendste Fehlleistung eines längst als schwach erkannten Verteidigungsministers.

Auch gnädige Stimmen

In anderen Zeitungen finden sich aber auch gnädige Stimmen. Die Rücktrittsforderungen seien von der Kommission vernünftigerweise zurückgewiesen worden, meint die «Neue Zürcher Zeitung».

Schmid müsse sich im Moment keine Sorgen machen, glaubt auch «La Liberté», er sei unantastbar. Ausser für die Grünen und die SVP sei das Szenarium für die Nachfolge von Schmid noch nicht bereit.

Schmid stehe isolierter da als je zuvor, meinen dagegen zwei Westschweizer Zeitungen. Die politische Verankerung Schmids legitimiere ihn nicht mehr, Mitglied der Landesregierung sein, heisst es in »Le Temps«.

(fest/sda)

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... Beleg dafür, dass die Erfahrungen damit auch der "Wahrheit" (es gibt viele Wahrheiten ...) entspricht! Ihre Erfahrungen sind Ihre Erfahrungen - meine sind offensichtlich anders.

Wissen Sie, ich bin der Meinung dass Respekt und Anstand anzustreben sind. Die BDP hat diesen Anstand wenigstens! Zudem leben wir in einer Demokratie - dies haben Sie offensichtlich und die SVP sowieso vergessen oder sind schlicht undemokratisch und merken erst jetzt - oder nicht einmal jetzt, was Demokratie eigentlich wirklich bedeuten würde. Zum Schluss: Mit "Volks..." im Namen ist man noch lange nicht BEIM Volk, sondern, nach meinem Verständnis eher Nationalistisch rechts anzusiedeln (leider so)!

So ganz allgemein von Stuss zu reden, das entspricht weniger meinem Stil - wobei ich durchaus mich noch klarer ausdrücken möchte - aber nicht hier!
Trotzdem wünsche ich Ihnen und Ihrem sicher kompetenten grossen Bekanntenkreis einen schönen Sonntag!
eher zum Wohl der Presse....
sind solche Angriffe. In der Juliflaute machten sie Nef fertig und jetzt ist Schmid an der Reihe. So kann ich die Presse nicht ernst nehmen, wenn der Unterschied zwischen Vermutung und Wahrheit nicht mehr Gegenstand der Ethik in der Presse ist. Oder gehört dies zu den Pflichten der freien Presse ?
Noch selten habe einen solchen Stuss gelesen
Schmid hat verursacht, dass keiner der Männer in meinem grossen Bekanntenkreis die Militärdienst leisten noch ernsthaft an die Glaubwürdigkeit der Armee glaubt. Schmid wird von praktisch niemandem ernst genommen - ausser von seinen Freunden in der Schiltbürgerpartei BDP, die im übrigen auch niemand ausserhalb ihrer Kreise ernst nimmt.
Wenn Politiker zu wenig Rückgrat haben
sind es nur noch die Medien die entsprechenden Druck ausüben können auf die Ignorierung solcher Irrläufe. Schmid schadet unserem Land, und da aus den allgemein bekannten Gründen die SP und die CVP Schmid keinen Rücktritt nahelegen wollen, nehmen ein paar couragierte Medien das Thema auf, was u.a. eine der Pflichten unserer freien Presse darstellt.
Was sind Zeitungskommentatoren ?
Sie sollen etwas kommentieren, ihre Meinung zu etwas schreiben. Wenn sie nun so weit gehen, dass Sie Forderung in diesem Ausmass aufstellen, dann geht das zu weit. Rücktritte zu fordern ist Sache der Politker, wenn es um politische Aemter geht. Zeitungskommentatoren haben nicht die Möglichkeit, Bundesräte zu wählen, deshalb auch nicht abzuwählen. Journalisten haben in den letzten Wochen genügend Oel ins Feuer geschüttet. Sie sollten ihre Rolle wieder einmal überdenken.
Als Bürger dieses Landes und aufmerksamer Beobachter ....
... von dem, was so vor sich geht in der schweizerischen Politik, kann ich selbst mich nicht 100%-ig darauf verlassen, was ich so höre, zusehe im TV und lese ...

Als SVP- Mitglied, jetzt (meiner Meinung nach berechtigt ...) BDP-Mitglied (kein Fehlentscheid ...!) ist für mich der Sämi S. immer noch ein BÜRGERLICHER, wenn denn seine Politik mit dem was er sagt und denkt übereinstimmen sollte, der für mich nicht wählbar ist ! Zuviel Ungereimtheiten einfach ... und in einer Partei daheim, wo sich (auch) zu-viele Opportunisten sammeln - darum auch diese eigenartige Art miteinander umzugehen ...

Zitat: "... Schmid stehe isolierter da als je zuvor, meinen dagegen zwei Westschweizer Zeitungen. Die politische Verankerung Schmids legitimiere ihn nicht mehr, Mitglied der Landesregierung sein, heisst es in »Le Temps«."

Ich denke auch, er könnte sich darauf besinnen, was es bedeutete die Schweizer Armee innert weniger Jahre total umzubauen und - kürzlich gehört - von einigen hunderttausend Mann auf ca. 200'000 Mann um- und zurück zu bauen! Das sei sein Leistungsausweis - und das ist, meine ich, schon viel ! Die Schweizer Armee funktioniert offensichtlich noch (keine anderslautenden Kommentare gehört) und wir sparen bestimmt noch Geld dabei und unsere Sicherheit in der Schweiz ist offenbar auch nicht geringer geworden ...

Ich glaube immer mehr, dass andere Mechanismen, nicht gerade löbliche, hier mitspielen, dass jetzt das Feld frei würde für ein oder zwei neue Bundesräte ... wie hier schon geäussert, denke ich, möchte die SP einen mehr, die Grünen hoffen, die SVP hat fertig getäupelet ... vielleicht ... man müsste halt den CB noch fragen ... Die CVP ist gut so vertreten ... es reicht ... die Grünen sind mir zu gwagglig ... niemand will die SVP wieder im Bundesrat .. usw. usf.

Ich persönlich hoffe, dass die SP einen dritten BR-Sitz anstrebt und die Grünen noch einen Sitz dazu erhalten werden. Die Zauberformel wäre damit dahin und die Parteien müssten wieder arbeiten MÜSSEN ...
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