Zeitungsleser pfeifen auf Twitter und Co.
publiziert: Montag, 22. Mrz 2010 / 07:49 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Mrz 2010 / 08:07 Uhr

Bielefeld - Trotz Social-Media-Boom stechen klassische journalistische Inhalte Twitter und Co. bei der Informationsbeschaffung noch immer aus. Wie eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage zeigt, legen nur wenige Zeitungsleser, die auch Internetnutzer sind, Wert auf interaktive Onlineangebote wie Twitter, RSS-Feeds oder Web-TV.

TNS Emnid: Interaktive Zusatzservices sind bei vielen noch unbekannt.
TNS Emnid: Interaktive Zusatzservices sind bei vielen noch unbekannt.
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Vielen sind Zusatzservices von Zeitungen auf solchen Plattformen sogar vollkommen unbekannt. Im Mittelpunkt der Studie standen für die Forscher interaktive und multimediale Dienste der lokalen und regionalen Zeitungsseiten.

Insgesamt wurden 16 verschiedene Onlinedienste und -services miteinbezogen. «In unserer Umfrage ging es primär um Angebote auf Webseiten von Zeitungen - also auch Twitter und Co. als Teil davon», sagt Michael Voss, Senior Consultant bei TNS Emnid. Die allgemeine Bekanntheit von Social-Media-Angeboten wurde dabei nicht abgefragt.

Kaum bekannt und wenig genutzt

40 Prozent der Zeitungsleser wissen nicht, dass es Web-TV-Angebote gibt, ein Viertel weiss nicht über die Möglichkeit bescheid, Videos zu Nachrichten auf den Webseiten anschauen zu können. Daher ist auch die Nutzung eher niedrig. Nur vier Prozent haben laut der Untersuchung solche Angebote auf den Seiten der Tageszeitungen schon einmal genutzt. Auch RSS-Feeds sind nur wenigen bekannt.

Bei Twitter zeigt sich dasselbe Bild. Der Microbloggingdienst wird kaum mit regionalen oder lokalen Tageszeitungen assoziiert. Nur zwei Prozent der Befragten mit Internetzugang haben den Dienst schon auf den Zeitungswebseiten genutzt oder wünschen sich ein solches Angebot. Auch bei den 14- bis 29-Jährigen sind die Zahlen laut TNS Emnid ähnlich niedrig.

Journalistische Qualität gefragt

Mit journalistischer Qualität können Leser auch im Internet an die Tageszeitungen gebunden werden. Denn am grössten ist die Akzeptanz von Angeboten, die aus der journalistischen Kernkompetenz entstehen. Dazu zählen Videos zu aktuellen Nachrichten, RSS-Feeds oder auch die Listung häufig gelesener Artikel. Personen, die regelmässig zur Zeitung greifen, können laut der Untersuchung sehr wohl auch etwas mit erweiterten Content-Angeboten anfangen und damit an das Angebot der Zeitung herangeführt werden.

(tri/pte)

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