Zerstrittene Genfer Linke
publiziert: Dienstag, 19. Aug 2003 / 07:36 Uhr

Bern - In den Kantonen Genf, Schwyz, Solothurn, Schaffhausen und St. Gallen stehen seit Montag die Listen der Kandidierenden für die eidgenössischen Wahlen vom Herbst fest. Dabei fällt unter anderem die Zerstrittenheit der Genfer Linken auf.

Im Kanton Genf geht die SP mit den Grünen eine Listenverbindung ein. Anders als bei den letzten Wahlen 1999 tut sie dies aber nicht mit der Linksallianz, die damit isoliert bleibt. Die Querelen der Linksparteien kommen den Bürgerlichen gelegen und sorgen dort für Optimismus.

Liberale, CVP und FDP gehen bei den Nationalratswahlen eine Listenverbindung ein. Wie 1999 steigt die SVP ohne bürgerliche Unterstützung in die Wahlen. Insgesamt kandidieren 75 Personen für einen Nationalratssitz. 1999 waren es auf 14 Listen 89 Personen.

Für die Ständeratswahlen treten unter anderen die Bisherigen Christiane Brunner (SP) und Françoise Saudan (FDP) erneut an.

SG: Wieder 18 Listen

Im Kanton St. Gallen sind für die Nationalratswahlen 18 Listen eingereicht worden. Das sind gleich viele wie vor vier Jahren. Um die zwölf Sitze bewerben sich 163 Personen, 20 weniger als 1999.

Die Frist zur Bekanntgabe von Listenverbindungen läuft noch bis zum 1. September. Zwei Wochen dauert auch die Frist zur Bereinigung der Listen. Erst danach werden die Namen aller Kandidatinnen und Kandidaten veröffentlicht.

Für die Nationalratswahlen im Kanton Schaffhausen sind 5 Listen eingereicht worden, 2 mehr als vor vier Jahren. Um die beiden Sitze bewerben sich 9 Personen (1999: 6). Mit je einer Liste gehen SP, FDP, SVP, Junge SVP und CVP in den Wahlkampf.

Als Bisherige kandidieren Hans-Jürg Fehr (SP) und Gerold Bührer (FDP). Bereits bekannt ist eine Listenverbindung zwischen FDP, SVP und CVP.

SO: 75 Bewerber auf 11 Listen

Im Kanton Solothurn bewerben sich auf 11 Listen 75 Personen um einen der 7 Sitze im Nationalrat; das sind 11 Kandidaten weniger als 1999. Peter Kofmehl (FDP) und der in den Regierungsrat gewählte Roberto Zanetti (SP) treten nicht mehr an.

Die übrigen fünf Bisherigen, Roland Borer (SVP), Elvira Bader (CVP), Alex Heim (CVP, Rudolf Steiner (FDP) und Boris Banga (SP) steigen ins Rennen. Über eigene Listen verfügen auch die Junge SVP, die JUSO, die Jungliberalen, die Junge CVP und neu die EVP.

Listenverbindungen bestehen zwischen der SVP und der Jungen SVP, der CVP und der Jungen CVP, sowie der FDP und den Jungliberalen. Ebenso funktioniert die Listenverbindung zwischen SP, Grünen und JUSO.

Für den Ständerat kandidieren erneut die beiden Bisherigen Rolf Büttiker (FDP) und Ernst Leuenberger (SP).

SZ: Neu 4 statt 3 Sitze

Im Kanton Schwyz bewerben sich 27 Personen auf 8 Listen für einen der 4 Nationalratssitze. Damit blieb die Zahl der Listen im Vergleich mit 1999 konstant, die der Kandidaten nahm nicht unerwartet zu: Schwyz stehen neu 4 statt 3 Sitze zu.

Als Bisherige kandidieren Maya Lalive d'Epinay (FDP), Toni Eberhard (CVP) und Peter Föhn (SVP). Im Ständerat gilt es Toni Dettling (FDP) zu ersetzen.

Kantonsrat Johann Späni soll den Sitz verteidigen. Bruno Frick (CVP) tritt erneut an. Die SVP schickt Kantonsrat Alex Kuprecht ins Rennen.

Auch im Kanton Zürich ist am Montag die Frist zur Eingabe von Listen abgelaufen. Der Kanton wird aber die Angaben über die Anzahl Listen und Kandidaten erst am Dienstag bekannt geben können.

(bsk/sda)

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