Ziegler: Humanitäre Situation der Palästinenser katastrophal
publiziert: Montag, 29. Mrz 2004 / 20:33 Uhr

Genf - Jean Ziegler, UNO-Berichterstatter für das Recht auf Nahrung, hat vor der UNO-Menschenrechtskommission in Genf die katastrophale humanitäre Lage in den Palästinensergebieten angeprangert.

Ziegler verstehe die Sicherheitsbedürfnisse Israels.
Ziegler verstehe die Sicherheitsbedürfnisse Israels.
Der frühere Schweizer SP-Nationalrat legte der Kommission seinen Bericht zur Ernährungslage vor und rapportierte gleichzeitig über seine Besuche in Israel und den palästinensischen Gebieten.

Er verstehe die Sicherheitsbedürfnisse Israels, führte Ziegler aus. Doch die Unterernährung, die eine Folge der israelischen Besetzung sei, sei eine kollektive Bestrafung, wie sie von den Genfer Konventionen verboten sei, so Ziegler vor der Menschenrechtskommission.

70 Prozent der palästinensischen Bevölkerung hänge von internationaler Hilfe ab, 61 Prozent der Haushalte hätten nur eine Mahlzeit pro Tag und 15,6 Prozent der Kinder in den palästinensischen Gebieten würden unter Blutarmut leiden, sagte Ziegler.

Diese humanitäre Katastrophe sei die Folge der israelischen Abriegelungsmassnahmen, der Beschlagnahmung von Boden und der Umleitung von Wasser durch Israel, führte Ziegler aus.

Der israelische Botschafter bei der UNO in Genf, Yakoov Levy, warf Ziegler in einer Reaktion vor, parteiisch zu sein. Ziegler überschreite sein Mandat, er habe nicht die erforderlichen Qualifikationen, sagte Levy. Der UNO-Menschenrechtskommissar ad interim, Bertrand Ramcharan, stellte sich vor Ziegler und forderte die Teilnehmenden auf, auf persönliche Angriffe zu verzichten.

(bert/sda)

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