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Ziegler beklagt «Schizophrenie» der Schweiz
publiziert: Dienstag, 16. Okt 2007 / 16:15 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Okt 2007 / 06:33 Uhr

Genf - Die UNO hat am Welternährungstag zum verstärkten Kampf gegen den Hunger aufgerufen. An einem Symposium in Bern kritisierte UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler die «schizophrene» Haltung der Schweiz in Sachen Recht auf Nahrung.

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Fordert für die DEZA ein Mandat bei der Weltbank und dem IWF: Jean Ziegler.
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5 Meldungen im Zusammenhang
Die USA, die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und die Welthandelsorganisation anerkennten das Recht auf Ernährung nicht, sagte der UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung.

Den Hunger wollten sie mit marktwirtschaftlichen Mitteln bekämpfen. Bei der UNO führe dies zur «Schizophrenie», sagte Ziegler. Und die Schweiz sei nicht verschont geblieben: Einerseits spiele die DEZA im Kampf gegen den Hunger eine Pionierrolle. Ihre Aktionen seien «grossartig».

Anderseits stimme der Schweizer Botschafter bei der Welthandelsorganisation (WTO) für eine Liberalisierung des Handels und damit gegen die Schweizer Gesetze zur Kooperation, stellte Ziegler fest. Er forderte ein Mandat für die DEZA bei der Weltbank und auch beim Internationalen Währungsfonds.

Unterstütztungsaktion von 525 Restaurants

525 Schweizer Restaurants unterstützten am Welternährungstag die Terre des hommes-Kinderhilfe mit einem Teil des Tagesverdienstes.

Der Richtwert für Spenden liege bei 10 Prozent der Einnahmen oder mindestens 200 Franken, hiess es bei Terre des hommes. Das Geld soll 36'000 mangelernährten Kindern zu Gute kommen.

«Schwingen gegen den Hunger»

An der Olma in St. Gallen fand ein «Schwingen gegen den Hunger» statt. In den Ring stiegen Kämpfer aus dem westafrikanischen Land Guinea-Bissau und einheimische Sportler, wie es in einer Mitteilung hiess. Mehrere Bauernorganisationen und das Hilfswerk Swissaid hatten das Schwingen organisiert.

Weltweit sind zurzeit rund 850 Millionen Menschen unterernährt.

(ht/sda)

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