Zivildienst als «Win-Win-Geschichte»
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 10:49 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Nov 2006 / 12:47 Uhr

Bern - Zehn Jahre Zivildienst sind nach den Worten von Bundesrätin Doris Leuthard eine «Win-Win-Geschichte». Partnerschaften im Umweltbereich könnten weiterentwickelt werden.

Leuthard stellte eine Überprüfung des Zulassungsverfahrens in Aussicht.
Leuthard stellte eine Überprüfung des Zulassungsverfahrens in Aussicht.
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An der Jubiläumsveranstaltung in Bern würdigte sie die Leistungen des Zivildienstes und zeigte Möglichkeiten zur Weiterentwicklung auf. Als Entwicklungs-Optionen sieht die Chefin des Volkswirtschaftsdepartments die Verbesserung der Grundausbildung der «Zivis», den Ausbau der Schwerpunktprogramme, und den Aufbau von Partnerschaften im Umweltbereich.

Ausserdem solle man die «Zusammenarbeit mit den Institutionen der Sicherheitspolitik im Rahmen der Existenzsicherung» klären, um die Hilfeleistungen nach besonderen Ereignissen zu verbessern, heisst es im Redetext. Schliesslich sei das Zulassungsverfahren zum Zivildienst zu überprüfen.

Nachdenken über Verhältnis zum Staat

An einen gänzlichen Umbau des Zulassungsverfahrens denkt Leuthard aber nicht. «Es schadet der persönlichen Entwicklung eines jungen Menschen sicher nicht, wenn er über sich selbst, seine moralische Grundhaltung und sein Verhältnis zum Staat nachdenken muss», heisst es in der Rede.

In letzter Zeit war von verschiedener Seite die Abschaffung der Gewissensprüfung gefordert worden, der sich Zivildienst-Willige zu unterziehen haben.

Gelebter Gemeinsinn statt Kriminalisierung

Der vor zehn Jahren per Gesetz geschaffene Zivildienst habe die Armee und die Militärjustiz vom Problem der Kriminalisierung der Militärdienstverweigerer befreit, erklärte Leuthard. Heute sei der Dienst akzeptiert, Zivis gälten nicht als Drückeberger.

Der Dienst sei ein wichtiges Mittel, Lücken im Netz der sozialen und ökologischen Schweiz zu füllen. Er setze auf aktive Solidarität und gelebten Gemeinsinn und sei ein Gegenmodell zu Individualität und Hedonismus. «Zivildienst leisten ist etwas Sinnfälliges. Dafür lassen sich Junge gewinnen.»

(ht/sda)

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