Illegale Grenzgeschäfte
Zoll fahndet nach geschmuggelten Reitpferden
publiziert: Freitag, 1. Mrz 2002 / 10:16 Uhr / aktualisiert: Freitag, 1. Mrz 2002 / 14:22 Uhr

Bern - Der Schweizer Zoll sucht in der ganzen Schweiz nach hunderten von Pferden, die in den letzten Jahren illegal eingeführt wurden. Der Bundeskasse entgingen durch den Schmuggel mehrere hunderttausend Franken.

Die festgestellten Widerhandlungen erstrecken sich von der Falschdeklaration des Warenwerts oder des Importeurs, des Austauschs von Pferden, die mit Freipass vorübergehend eingeführt wurden bis zum eigentlichen Einschmuggeln von Pferden über unbesetzte Zollübergänge.

Im Zuge der Untersuchung konnten Abnehmer vom Bodensee bis ins Wallis ausfindig gemacht werden. Eine erhebliche Anzahl dieser Personen war direkt oder indirekt am Schmuggel beteiligt.

Im Zollkreis Basel sind zwischen 1996 und 1999 insgesamt 62 Pferde illegal aus Frankreich in die Schweiz eingeführt worden. Der Bundeskasse sind dadurch 240'000 Franken entgangen.

Der Import von Pferden ist gemäss WTO-Richtlinen kontingentiert. Verfügt der Importeur über ein Kontingent, muss er pro Tier lediglich 120 Franken entrichten. Ohne Kontingent sind pro Pferd in der Regel über 3'800 Franken Zoll fällig. Dazu kommen noch 2,4 Prozent Mehrwertsteuer.

(sk/sda)

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