Zu stark für Djokovic, schneller als «Hanna»
publiziert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 14:13 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 15:34 Uhr

Mit einem überzeugenden Auftritt ist Roger Federer zum fünften Mal in Folge in den US-Open-Final eingezogen. Diesen bestreitet der vierfache Champion erst heute um 23.00 Uhr Schweizer Zeit, weil nur er schneller als der Hurrikan «Hanna» war.

Roger Federer wünscht sich Rafael Nadal als Gegner.
Roger Federer wünscht sich Rafael Nadal als Gegner.
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Als Federer nach seinem 6:3, 5:7, 7:5, 6:2 gegen Novak Djokovic im Innenraum des Arthur-Ashe-Stadiums über seinen möglichen Finalgegner spekulierte, setzte draussen der Regen ein. Die Ausläufer des Hurricanes «Hanna» hatten Flushing Meadows erreicht; der zweite Halbfinal zwischen Rafael Nadal und Andy Murray musste beim überraschenden Stand von 6:2, 7:6, 2:3 für den Briten abgebrochen und der Rest der Partie auf heute Sonntag (22.00 Uhr Schweizer Zeit) verschoben werden.

Der sogenannte «Super Saturday» mit den beiden Männer-Halbfinals und dem Frauen-Final wurde wegen des Sturms zu einer nicht ganz dreistündigen One-Man-Show von Roger Federer. Der Weltranglisten-Zweite brachte sich gegen Djokovic, den er im Vorjahr im Final geschlagen hatte, aber im vergangenen Januar im Australian-Open-Halbfinal unterlegen war, rasch in eine vorteilhafte Position. Er ging 4:1 in Führung und servierte danach souverän aus.

Wichtigstes Break im dritten Satz

Sein letztes Aufschlagsspiel des ersten Satzes mit zwei Assen und einem Aufschlagswinner stand stellvertretend für seine Stärke bei eigenem Service. Er schlug insgesamt 20 Asse. Die einzigen beiden Breaks liess er im zweiten Satz zu, im dritten und vierten Umgang erspielte sich Djokovic keine einzige Breakmöglichkeit. «Der Aufschlag hat mich vor einigen unangenehmen Situation bewahrt», gestand Federer.

Während auch seine Grundlinienschläge, insbesondere die zuletzt schwächelnde Vorhand überzeugten, schien sein Returnspiel bei sehr windigen Verhältnissen nicht immer aggressiv genug. Dennoch brachte er den gegen Ende der Partie nicht souverän wirkenden Djokovic bei dessen Aufschlag immer wieder in Bedrängnis. Das wohl wichtigste Break gelang ihm zum 6:5 im dritten Satz. Beim folgenden Aufschlagsspiel gewann er den spektakulärsten Punkt der Partie, als er einen Smash von Djokovic konterte.

«Spezieller gegen Nadal»

«Heute gab es Momente, da sagte ich mir, so spielst du normalerweise auf Hartplatz - Halbvolleys, Passierschläge, guter Service und Druck von der Grundlinie», sagte Federer. «Es war ein schönes Gefühl.» Gegen Djokovic feierte der Baselbieter seinen 160. Matchgewinn bei einem Grand-Slam-Turnier und wehrte gleichzeitig den Angriff des Serben auf die zweite Position in der Weltrangliste vorerst ab. Obwohl in diesem Jahr bislang eher seine Niederlagen zu Reden gaben, ist die Bilanz von Federer bei den vier grössten Turnieren mit einem Halbfinal (Australian Open) und drei Finals (French Open, Wimbledon, US Open) bereits jetzt beachtlich.

Heute ab 23.00 Uhr Schweizer Zeit bestreitet Federer seinen 17. Grand-Slam-Final; nur Ivan Lendl (19) und Pete Sampras (18) haben diesbezüglich bessere Werte. In den bisherigen 16 Endspielen verlor er nur viermal, jeweils gegen Rafael Nadal.

Negative Bilanz

Dennoch äusserte sich der Schweizer dahingehend, dass er lieber gegen den spanischen Weltranglisten-Ersten spielen würde: «Es wäre spezieller gegen Nadal. Wir hatten so viele harte Duelle, es ist immer schön gegen ihn zu spielen, selbst wenn ich gegen ihn eine negative Bilanz habe.» Von 18 Begegnungen verlor Federer 12, darunter alle vier in diesem Jahr.

Andy Murray, der neu die Nummer vier der Weltrangliste sein wird, wäre wohl der einfachere Gegner, weil er bislang noch nie in einem Grand-Slam-Final bestritten hat. Einen beachtlichen Vorteil besitzt Federer gegenüber beiden potentiellen Finalisten: Er kann sich seit Samstagnachmittag in aller Ruhe auf das Endspiel vorbereiten, das erstmals seit 1987 und zum erst dritten Mal überhaupt an einem Montag stattfinden wird.

(Julien Oberholzer/Si)

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