Verlust des Kontakts mit Kälte hat Folgen
Zu viel Heizen begünstigt Übergewicht
publiziert: Dienstag, 25. Jan 2011 / 15:20 Uhr
Bei Kälte benötigt der Körper Energie um Wärme zu erzeugen, verbrennt also Kalorien.
Bei Kälte benötigt der Körper Energie um Wärme zu erzeugen, verbrennt also Kalorien.

London - Wer dafür sorgt, dass Innenräume im Winter nicht überheizt sind, schützt damit nicht nur das Klima: Er tut auch etwas gegen Übergewicht. Das behaupten zumindest Forscher vom University College London. Ihrer Analyse zufolge trägt der fehlende Kontakt mit Winterkälte daran Mitschuld, dass die Adipositas in vielen Industriestaaten auf dem Vormarsch ist - wenn auch freilich nur als ein Faktor unter vielen anderen.

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Zwei Mechanismen des Körpers bringen die englischen Mediziner dabei ins Spiel. Einerseits verringert sich bei höheren Aussentemperaturen der Energieaufwand des Körpers, um seine notwendige Betriebstemperatur zu erhalten. Andererseits gehe auch die Fähigkeit des Körpers verloren, Wärme zu erzeugen. Denn je weniger Menschen mit Kälte in Berührung kommen, desto eher legen sie Polster in Form des weissen Fetts an und verlieren dabei braunes, adipöses Fett. Nur letzteres kann jedoch Energie zu Hitze verbrennen.

Die Innentemperaturen im Winter sind in Europa und Nordamerika in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Zugang zu Zentralheizungen ist längst die Regel, zudem gleichen sich auch die Temperaturen der verschiedenen Räume einer Wohnung oder eines Hauses immer mehr an, da man immer mehr Temperaturkomfort erwartet. Die Folge dieser Entwicklung ist, dass die Menschen übers Jahr immer mehr Zeit in milderen Temperaturen verbringen und der Kontakt mit der Winterkälte auf ein Minimum sinkt.

Veränderte Energiebilanz

«Die Bandbreite von Temperaturunterschieden, denen unser Körper ausgesetzt ist, sinkt ständig. Damit verschwindet auch der leichte Temperaturstress, unter den der Körper bei Kälte kommt und damit Energie verbrennt. Das dürfte sich nicht nur auf die Energiebilanz des Körpers, sondern auch auf das Gewicht und die Entwicklung von Übergewicht auswirken, zumindest auf Ebene der Gesellschaft», so Studienleiterin Fiona Johnson. Wahrscheinlich sei, dass es neben den Hauptfaktoren Ernährung und Bewegung noch andere Ursachen für Adipositas gebe, wozu die Expertin auch die Temperatur im Winter zählt.

(dyn/pte)

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