Zu viele Jugendliche trinken Alkohol
publiziert: Dienstag, 20. Feb 2007 / 13:46 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Feb 2007 / 15:02 Uhr

Bern - Die Schweizer Schülerinnen und Schüler rauchen, trinken und kiffen weniger als noch vor vier Jahren. Dies zeigt eine aktuelle internationale Studie. Dennoch: Der Alkoholkonsum der Jugendlichen ist immer noch zu hoch.

Noch kommen laut Martin Büechi zu viele Jugendliche an Alkohol.
Noch kommen laut Martin Büechi zu viele Jugendliche an Alkohol.
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Trotz eines Rückgangs im Jahr 2006 trinken immer noch mehr 11- bis 15-Jährige Alkohol als 1998. Bei den 15-jährigen Befragten trinken rund 25 Prozent der Jungen und 17 Prozent der Mädchen wöchentlich Alkohol. «Alkohol bleibt die Problemsubstanz Nummer 1», sagte Martin Büechi vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) an einer Medienkonferenz in Bern.

Das BAG stellte dabei gemeinsam mit der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) die Ergebnisse einer Studie zum Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum Schweizer Schülerinnen und Schüler zwischen 11 und 15 Jahren vor.

«Noch kommen zu viele Jugendliche an Alkohol», sagte Büechi. Besonders besorgniserregend sei die Tatsache, dass 30 Prozent der Schüler und 20 Prozent der Schülerinnen angaben, schon mindestens zweimal im Leben betrunken gewesen zu sein.

Erfolgreiche Massnahmen

Die Sondersteuer auf Alcopops, die 2003 eingeführt wurde, hätte dennoch bereits erste Früchte getragen, sagte Büechi. Wie die Studie zeigt, hat der wöchentliche Alkoholkonsum im Vergleich zu 2002 bei 11- bis 15-Jährigen um 3,7 Prozent bei Jungen und um 1,6 Prozent bei Mädchen abgenommen. Auch die starke Thematisierung des Rauschtrinkens in der Öffentlichkeit und ein verstärktes Problembewusstsein bei Eltern und Jugendlichen seien Gründe für den Rückgang.

Ähnliches gilt laut Holger Schmid vom SFA auch für den Rückgang des Cannabis-Konsums. Der Anteil an 15-jährigen Mädchen und Jungen, die 2006 angaben, schon einmal in ihrem Leben gekifft zu haben, ist gegenüber 2002 um durchschnittlich knapp 11 Prozent zurückgegangen.

Auch das Rauchen lassen immer mehr Schweizer Jugendliche bleiben. Von den befragten Schülerinnen und Schülern gaben im Vergleich zu 2002 durchschnittlich rund 2,6 Prozent weniger an, täglich zu rauchen. Wöchentlich rauchen knapp 4 Prozent weniger als vor vier Jahren. Bei den 15-Jährigen greifen demnach noch immer knapp 10 Prozent täglich und 15 Prozent wöchentlich zur Zigarette.

(bert/sda)

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