Wahlen 2015 - ZH SR
Zürcher FDP und SVP schicken bisherige Kandidaten ins Rennen
publiziert: Dienstag, 20. Okt 2015 / 23:12 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Okt 2015 / 23:29 Uhr
Der Zürcher SVP-Präsident Alfred Heer (l.) möchte Roger Köppel (r.) nicht ins Rennen schicken, um ihm eine Niederlage zu ersparen.
Der Zürcher SVP-Präsident Alfred Heer (l.) möchte Roger Köppel (r.) nicht ins Rennen schicken, um ihm eine Niederlage zu ersparen.

Zürich - Die Zürcher SVP schickt ihren Ständerats-Kandidaten Hans-Ueli Vogt erneut ins Rennen. Die FDP setzt weiter auf Ruedi Noser, der auch von der CVP Unterstützung erhält. Der Grüne Bastien Girod hatte bereits am Montag seine erneute Kandidatur bekannt gegeben.

10 Meldungen im Zusammenhang
Den Wirtschaftsprofessor Vogt durch Senkrechtstarter Roger Köppel zu ersetzen, ist für den Parteivorstand am Dienstagabend nicht in Frage gekommen. Köppel polarisiere auf linker Seite viel stärker als Vogt, sagte der Zürcher SVP-Präsident Alfred Heer nach der Sitzung. Man wolle nicht riskieren, dass eine solche Polarisierung linke Wähler mobilisiere. «Ausserdem will Köppel gar nicht.»

Der Vorstand entschied einstimmig, dass Vogt in den zweiten Wahlgang soll. Definitiv absegnen müssen dies zwar noch die Delegierten, doch dies dürfte nur eine Formsache sein. Vogt landete im ersten Wahlgang auf dem dritten Platz, hinter dem gewählten Daniel Jositsch (SP) und FDP-Kandidat Noser.

«Intakte Wahlchancen»

«Vogt hat ein respektables Ergebnis erreicht und intakte Wahlchancen», zeigte sich Heer weiter überzeugt. Ein Rückzug zugunsten der FDP kam für die SVP nicht in Frage. Man sei in diesen Wahlen getrennt marschiert und sich deshalb nichts schuldig.

Dass sich die bürgerlichen Stimmen auf Vogt und Noser aufteilen und deshalb der Grüne Bastien Girod der lachende Dritte sein könnte, glaubt Heer nicht. Er glaubt eher, dass sich die Stimmen zwischen Girod und Noser teilen - und die SVP zum Zug kommt.

Vogt will sich in den kommenden Wochen noch einmal voll im Wahlkampf engagieren. Es gebe zwar keine Chance mehr auf eine ungeteilte Standesstimme, sagte er. «Aber wir haben immerhin die Chance auf eine ausgeglichene Standesstimme. Dafür braucht es mich.»

Auch Noser tritt erneut an

Vogt wird sich im zweiten Wahlgang gegen den Grünen Bastien Girod und FDP-Kandidat Ruedi Noser durchsetzen müssen. Die FDP entschied ebenfalls am Dienstagabend, Noser erneut ins Rennen zu schicken.

Die CVP hingegen zieht sich zurück. Barbara Schmid-Federer tritt im zweiten Wahlgang nicht mehr an. Die Partei unterstützt stattdessen den FDP-Kandidaten Noser. Es sei wichtig, neben dem gewählten Daniel Jositsch auch einen Vertreter der Wirtschaft zu haben.

Mit dem Rückzug der CVP gibt es für die kommende Legislatur keine Chance mehr auf eine weibliche Zürcher Ständerätin. Seit 1987 war Zürich immer mit einer Frau in der kleinen Kammer vertreten. Vor der nun abtretenden Verena Diener (GLP) waren dies Trix Heberlein (FDP), Vreny Spoerry (FDP) und Monika Weber (LdU).

Bereits kurz nach dem Wahlsonntag zurückgezogen haben sich Martin Bäumle (GLP), der hinter Girod platziert war, und EVP-Kandidatin Maja Ingold, die abgeschlagen auf dem siebten Platz landete.

 

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Ruedi Noser (FDP) ist der ... mehr lesen
Im zweiten Wahlgang bestätigt: Ruedi Noser.
Ruedi Noser (FDP) wird für Zürich ins Stöckli wechseln.
Zürich - Ruedi Noser (FDP) hat im zweiten Wahlgang der Ständeratswahl im Kanton Zürich die besten Chancen, gewählt zu werden. Gemäss erster Hochrechnung des Statistischen Amts ... mehr lesen
Sitten - Die über 150-jährige Dominanz der CVP auf den beiden Walliser ... mehr lesen
Die Vorherrschaft des CVP geht weiter.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Im Kanton Bern tritt ... mehr lesen
Albert Rösti nimmt am 2. Wahlgang nicht teil.
Bastien Girod.
Zürich - Die Grüne Partei des Kantons Zürich will den noch freien zweiten Ständeratssitz erobern. Sie schickt am 22. November Bastien Girod in den Kampf, der im ersten Wahlgang auf ... mehr lesen
BDP-Frau Christine Bussat: Nicht im Nationalrat.
Bern - Ein klingender Name ist noch längst kein Garant für ein gutes Wahlresultat. Auch in diesem Jahr hat eine ganze Reihe bekannter Persönlichkeiten den Einzug ins Parlament verpasst. mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Abstimmung am 5. Juni  Bern - Neben den fünf eidgenössischen Abstimmungsfragen entscheiden am 5. Juni die Stimmberechtigten über zahlreiche kantonale Vorlagen. In den Kantonen St. Gallen und Thurgau wird über das Schicksal der Expo2027 befunden. mehr lesen 
Künftig mindestens 500'000.-- und die ganze Schweiz inklusive: SwissPass, der schon bald mal GACH heissen könnte.
Etschmayer Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von bürgerlicher Seite her solle ... mehr lesen  
Wahlen 2015  Bern/Lausanne - Die SVP hat ihr gutes Resultat bei den Wahlen 2015 einer soliden Wählerbasis und der ... mehr lesen  
Migration, Asyl und Flüchtlinge galten bei der Wählerschaft als wichtigstes Problem. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 1°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 2°C 7°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 0°C 4°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Bern 0°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Luzern 0°C 6°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Genf 1°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 4°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten