Zürcher Grossmünster-Besetzer brechen Aktion ab
publiziert: Freitag, 21. Dez 2007 / 14:05 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Dez 2007 / 15:12 Uhr

Zürich - Die Flüchtlinge und Sympathisanten, die am Mittwoch das Zürcher Grossmünster besetzt hatten, haben am Morgen ihre Aktion abgebrochen. Der Entscheid fiel, nachdem die Gruppe die Nacht im Kirchgemeindehaus Aussersihl verbracht hatte.

Mit der Grossmünster-Besetzung habe man eine gesamtschweizerische Kampagne lanciert.
Mit der Grossmünster-Besetzung habe man eine gesamtschweizerische Kampagne lanciert.
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«Wir sind zufrieden mit dem Verlauf der Aktion», sagte Michael Stegmaier, Vertreter der Vereinigung «Bleiberecht für alle» am Freitag auf Anfrage. Man habe Signale setzen und die Anliegen der Sans Papiers in die Öffentlichkeit tragen können.

Gemäss Stegmaier hatten etwa 50 Personen die Nacht im Kirchgemeindehaus Aussersihl beim Stauffacher verbracht. Am Morgen habe man dann entschieden, die Aktion abzubrechen.

Gesamtschweizerische Kampagne lanciert

Zwischen Weihnachten und Neujahr sei ein Treffen mit verschiedenen Flüchtlingsorganisationen geplant. Dort werde man über weitere Aktionen entscheiden. Mit der Grossmünster-Besetzung habe man eine gesamtschweizerische Kampagne lanciert, betonte Stegmaier.

So seien etwa Sternmärsche von Sans Papiers in Richtung Bern geplant. Auch eine weitere, dann aber zeitlich unbegrenzte Kirchenbesetzung sei denkbar.

Rund 120 Flüchtlinge und Sympathisanten hatten am Mittwochnachmittag das Grossmünster besetzt. Damit protestierten sie gegen das neue Asylgesetz, das Anfang 2008 in Kraft tritt. Am Donnerstag wechselte ein Teil der Flüchtlinge ins Kirchgemeindehaus Aussersihl. Die Kirchgemeinde St. Jakob hatte ihnen angeboten, dort die Nacht zu verbringen.

(bert/sda)

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