Masterplan
Zürcher Hochschulgebiet kann um 40 Prozent erweitert werden
publiziert: Montag, 8. Sep 2014 / 11:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Sep 2014 / 18:30 Uhr
Mehr Studierende, mehr Patienten und mehr Mitarbeitende bringen die bestehende Infrastruktur im Hochschulgebiet der Stadt Zürich an ihre Kapazitätsgrenzen.
Mehr Studierende, mehr Patienten und mehr Mitarbeitende bringen die bestehende Infrastruktur im Hochschulgebiet der Stadt Zürich an ihre Kapazitätsgrenzen.

Zürich - Das Universitätsspital, die Universität und die ETH können ihre Ausbaupläne im Gebiet um ihre Hauptgebäude in Zürich weitgehend im Umfang ihrer Wünsche ausbauen. Der Masterplan 2014 zeigt, dass die heute genutzten Flächen um rund 40 Prozent erweitert werden können.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die Erweiterung entspricht etwa neun Mal der Nutzfläche des Uni-Hauptgebäudes, wie Stadtrat und Hochbauvorsteher André Odermatt an einer Medienorientierung am Montag sagte. Entstehen sollen die Neu- und Erweiterungsbauten in den nächsten rund drei Jahrzehnten etappenweise. Mehr Studierende, mehr Patientinnen und Patienten und mehr Mitarbeitende haben die bestehende Infrastruktur im Hochschulgebiet «Zentrum Zürich» an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht, wie Bildungsdirektorin Regine Aeppli sagte. Und zahlreiche ältere Gebäude erfüllten die Ansprüche an eine moderne Infrastruktur nicht mehr. Der Masterplan 2014 und zwei Vertiefungsstudien zeigen auf, wie das Hochschulquartier weiterentwickelt werden kann. Der Masterplan veranschaulicht, wo Neubaubereiche und künftige Nutzungsschwerpunkte für Lehre, Forschung und medizinische Versorgung möglich sind. In den zusätzlichen Studien wird laut Baudirektor Markus Kägi (SVP) dargelegt, dass das Flächenprogramm städtebaulich verträglich umgesetzt werden kann. Grünflächen und Freiräume würden erweitert: Der Spitalpark werde - durch den Wegfall eines Parkplatzes - auch aufgewertet.

Drei Entwicklungsschwerpunkte

Im Sinne einer gemeinsamen Absichtserklärung haben Regierungsrat, Stadtrat sowie Universität (UZH), ETH und Unispital (USZ) den Masterplan 2014 und die Vertiefungsstudien genehmigt. Bis Ende 2015 sollen der kantonale Richtplan revidiert und die Gestaltungspläne erarbeitet werden. Der Masterplan schafft durch drei räumliche Entwicklungsschwerpunkte eine klare Ordung: Die Lehre wird im Einzugsbereich der beiden Hauptgebäude von Universität und ETH konzentriert und die medizinische Versorgung im Umkreis des Unispitals. Die Forschung wird entlang eines neuen Campus-Boulevards angeordnet.

Uni kann Mietliegenschaften freigeben

Die Universität, die heute laut Rektor Michael Hengartner «aus allen Nähten platzt», will sich künftig auf die Standorte Zentrum und Irchel konzentrieren und soll den universitären Betrieb damit effizienter und günstiger machen. Im Zentrum-Campus versammelt werden Medizin, Theologie sowie Wirtschafts-, Rechts- und Geisteswissenschaften. Die Mietliegenschaften ausserhalb des Quartiers und vor allem jene in Zürich-Oerlikon und Schlieren würden künftig nicht mehr benötigt, sagte Hengartner. In den nächsten 20 Jahren plant die Universität Investitionen von über drei Milliarden Franken. Die ersten Bauten sollen zwischen 2020 und 2025 bezogen werden.

Unispital profitiert weiter von Nähe zu Hochschulen

Das Universitätsspital, das in den letzten 20 Jahren kaum noch erweitert wurde, muss umfassend - für rund 2,8 Milliarden Franken - erneuert werden. Viele Gebäude würden den technischen Anforderungen an eine moderne Medizin kaum mehr gerecht. Zudem werden Effizienzverluste durch die Verzettelung auf verschiedene Liegenschaften oder gar Areale beklagt. Durch die Gesamterneuerung am bisherigen Standort bleibt laut Spitaldirektorin Rita Ziegler ein grosser Vorteil beibehalten, um den das USZ von vielen Spitälern beneidet werde: die räumliche Nähe zu zwei Hochschulen. Diese enge Zusammenarbeit bezeichnete auch ETH-Präsident Ralph Eichler als «matchentscheidend». Der Verbund von USZ, UZH und ETH sei «weltweit einzigartig».

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Noch nie gab es an der ETH Zürich so viele Studienanfänger wie dieses Jahr.
Zürich - Am Montag starten an der Universität Zürich 26'500 Studierende ins Herbstsemester, 3500 davon sind Erstsemestrige. Die Zahl der Neueintritte ist erneut rückläufig. An der ETH ... mehr lesen
Wo sind eigentlich die besten ... mehr lesen
Oxford University.
Ziel ist es den Patienten personalisierter zu behandeln. (Symbolbild)
Zürich - Kleinste Unterschiede im Erbgut steuern den individuellen Krankheitsverlauf. Die «personalisierte Medizin» will dies für Diagnose und Therapien nutzen, ermöglicht dank ... mehr lesen
Uster ZH - ETH-Rektor Lino Guzzella ... mehr lesen
Grundsätzlich solle jeder Hochschultyp neben Bachelor- und Masterstufe eine dritte Qualifikationsstufe anbieten. An den universitären Hochschulen sei dies das Doktorat.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Bedeutende Fragen stellen sich international erfolgreiche Menschen längst auch auf Englisch.
Bedeutende Fragen stellen sich ...
Business und Karriere  Die Anforderungen, die die Berufswelt von heute an Einsteiger, Bewerber und langjährige Arbeitnehmer stellt, weichen deutlich von denen ab, die noch in der Vergangenheit galten. Kommunikationsfähigkeit beschreibt im modernen Business nicht nur rhetorisches Geschick in der Muttersprache, sondern auch das Beherrschen mindestens einer Fremdsprache. mehr lesen 
Unser Anliegen ist das Wecken und Unterstützen des frühkindlichen Verständnisses für Technologie und Naturwissenschaften - letztendlich zum langfristigen Nutzen der Schweizer Bildung.
Publinews Kindercity Volketswil  In der Kindercity in Volketswil lernen Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren spielerisch die Welt der Wissenschaft und ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass bewölkt, etwas Regen
Basel 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 10°C 16°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass stark bewölkt, Regen
Bern 10°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 13°C 19°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass stark bewölkt, Regen
Genf 12°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 14°C 17°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten