Zürcher Kantonsrat lehnt Einheimischentarif für Kultur ab
publiziert: Montag, 30. Jan 2006 / 13:54 Uhr

Zürich - Der Zürcher Kantonsrat will nichts wissen von einem Einheimischentarif für Opern- und Schauspielhaus sowie Tonhalle und einem Straftarif für Zuger.

Zuger müssen künftig an Zürichs Theaterkassen nicht tiefer in die Tasche greifen. (Bild: Theater Neumarkt)
Zuger müssen künftig an Zürichs Theaterkassen nicht tiefer in die Tasche greifen. (Bild: Theater Neumarkt)
Er lehnte es mit 125 zu 20 Stimmen ab, ein entsprechendes Postulat der Grünen zu überweisen.

Zürcher sollten weniger Eintritt für Kulturinstitutionen mit überregionaler Ausstrahlung zahlen. Dasselbe sollte für Besuchende jener Kantone gelten, die Zürich angemessene Beiträge leisten.

Als Trotzvorstoss auf eine Trotzreaktion bezeichnete ein CVP-Sprecher dies. Der Postulant verhehlte den Zusammenhang denn auch nicht.

Traumatisiert

Der Zuger Kantonsrat, von der Annahme des Neuen Finanzausgleichs des Bundes traumatisiert, liess im Juli 2005 die Interkantonale Kulturlastenvereinbarung platzen.

Im Gegensatz zu Zürich, Schwyz und Luzern lehnte er es ab, den anderen Kantonen gemäss den Besucherzahlen Beiträge zu zahlen.

Vergeblich hatte der Zuger Regierungsrat gewarnt, der Kanton werde als unsolidarischer Schmarotzer dastehen.

Kleinliches Nein

Tatsächlich habe sich der mit seinen niedrigen Steuersätzen winkende Kanton Zug mit seinem selbst bezogenen kleinlichen Nein als Trittbrettfahrer erwiesen, sagte der Postulant und rief ein «Pfui» südwärts.

Auf der Anklagebank sässen aber auch der Aargau und weitere Innerschweizer Kantone. Unterstützt wurden die Grünen nur von der EVP, die eine schärfere Gangart des Kantons Zürich forderte.

Die anderen Parteien sprachen von einer kontraproduktiven Stossrichtung auf Stammtischniveau.

«Bei einem Ja zeigen wir uns zutiefst provinziell und kleinmütig», sagte ein SP-Sprecher.

Weniger Einnahmen

Bei einem Einheimischentarif würden weniger Besucher kommen und damit wären weniger Einnahmen garantiert, warnten verschiedene Votanten.

Sie forderten die Regierung auf, die Verhandlungen über eine Interkantonale Vereinbarung wieder aufzunehmen.

Ziel müsse sein, auf eine Vereinbarung mit den Innerschweizern, dem Aargau, dem Thurgau und Schaffhausen hinzuwirken. Andere hofften, das Problem künftig über den Lastenausgleich regeln zu können.

(rr/sda)

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