Zürcher Kantonsrat will Heiratsstrafe abschaffen
publiziert: Montag, 11. Jun 2007 / 11:09 Uhr

Zürich - Der Zürcher Kantonsrat will die Heiratsstrafe bei den Steuern beseitigen. Ehepaare sollen nicht weiter stärker belastet werden als Konkubinatspaare. Das Parlament beschloss, in Bern eine Standesinitiative einzureichen.

Quer durch die Parteienlandschaft war man sich einig: Eine Ehe sollte nicht bestraft werden.
Quer durch die Parteienlandschaft war man sich einig: Eine Ehe sollte nicht bestraft werden.
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Das Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden soll geändert werden.

Nach dem Willen des Zürcher Parlaments sollen verheiratete Paare die Möglichkeit erhalten, auf Antrag wie Alleinstehende besteuert zu werden, Konkubinatspaare mit gemeinsamen Kindern im Gegenzug wie Verheiratete.

Die Zürcher Standesinitiative war ein Gegenvorschlag der zuständigen Kommission zu zwei Parlamentarischen Initiativen. Diese hatten bei der Ehepaarbesteuerung ein Splitting verlangt, wurden vom Parlament aber abgelehnt.

Mit 158 zu 0

Mit 158 zu 0 Stimmen stimmte der Rat der Standesinitiative zu. Damit könne man in Bern ein Zeichen setzen und die Diskussion bereichern, war der Tenor.

Quer durch die Parteienlandschaft war man sich einig, die Ehestrafe müsse rasch korrigiert werden. Es war die Rede von einer «innovativen Lösung».

Die Regierung lehnte die Standesinitiative ab. Sie war der Ansicht, man solle die Entwicklungen auf Bundesebene abwarten.

(dl/sda)

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