Zürcher Kellner kopierte Kreditkarten
publiziert: Freitag, 7. Mai 2004 / 20:06 Uhr

Zürich - Wegen Gehilfenschaft zu mehrfacher Urkundenfälschung hat das Bezirksgericht Zürich einen 33-jährigen Mann zu sechs Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Der Kellner hatte im Auftrag einer Bande Kreditkarten kopiert.

Mit imitierten Kreditkarten gingen die Badenmitglieder in ganz Europa auf Einkaufstour.
Mit imitierten Kreditkarten gingen die Badenmitglieder in ganz Europa auf Einkaufstour.
Als Arbeitsgerät stellten die Auftraggeber dem Mann ein Datenkopiergerät im Westentaschenformat zur Verfügung. Es kam bei Gästen zum Einsatz, welche mit Karte zahlten. In einem günstigen Moment kopierte der Herr Ober damit jeweils den Magnetstreifen.

Zwischen Juli und Dezember 2003 tat er dies in dem Zürcher Restaurant, in dem er angestellt war, bei rund 13 Kreditkarten. Die Daten händigte er seinen Auftraggebern aus, die ihn pro Karte mit 100 Franken honorierten. Die international tätige Bande hatte eine ganze Reihe solcher Mitarbeiter.

Mit imitierten Kreditkarten gingen die Badenmitglieder in ganz Europa auf Einkaufstour und verursachten Schäden in Millionenhöhe zu Lasten der Kreditkarten-Firmen. Allein mit den vom Angeklagten kopierten Karten kam etwa eine Viertel Million Franken zusammen.

Der 33-jährige wurde letzten Dezember erwischt. Er war vollumfänglich geständig und gab an, ein Bekannter habe ihn zu den Taten überredet. Seine Kellner-Stelle hat der Angeklagte inzwischen verloren.

(bsk/sda)

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