Zürcher Regierungsrat Ruedi Jeker tritt zurück
publiziert: Dienstag, 2. Mai 2006 / 17:34 Uhr

Zürich - Der Zürcher FDP-Regierunsrat Ruedi Jeker tritt zu den Wahlen im April 2007 nicht mehr an.

Ruedi Jeker.
Ruedi Jeker.
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Für die FDP ist noch offen, ob sie mit zwei neuen Gesichtern antritt oder die angeschlagene Dorothée Fierz erneut portiert. Die Ankündigung Jekers, das Regierungsamt abzugeben, entspreche der Planung der Partei im Hinblick auf die Wahlen 2007, sagte FDP- Geschäftsführer Konrad Hurni gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Jeker sei immerhin 62 Jahre alt. Er sei jedoch weder amtsmüde noch gesundheitlich angeschlagen.

Laut Hurni stecken hinter der Rücktrittsankündigung Jekers keine taktischen Überlegungen. Es gehe nicht darum, Baudirektorin Fierz unter Druck zu setzen und zu einem Rücktritt zu bewegen, damit man im kommenden Jahr mit zwei Neuen antreten könnte.

Streit im Regierungsrat

Fierz hatte sich letzte Woche durch einen öffentlich ausgetragenen Streit mit Regierungsrats-Kollegin Rita Fuhrer (SVP) ins Abseits manövriert.

Die Personalkommission unter dem Vorsitz von Parteipräsidentin Doris Fiala sorgt für eine Auswahl von Kandidierenden. Voraussichtlich am 13. Juli bestimmt die FDP, mit wem sie in den Wahlkampf ziehen will.

25 Jahre Politik

Ruedi Jeker blickt auf 25 Jahre als aktiver Politiker zurück. Seit 1999 gehört er der Kantonsregierung an. Bis Ende 2003 stand der der Volkswirtschaftsdirektion vor, ab 2004 der Sicherheitsdirektion.

Als Volkswirtschaftsdirektor war Jeker für das wichtige Flughafendossier zuständig. In der Fluglärmfrage agierte und kommunizierte er jedoch glücklos. Seine Politik endete in einer Sackgasse.

FDP im Tief

Von den anderen Parteien wird Jeker durchwegs als angenehme, integre Persönlichkeit gewürdigt. Sein Erfolg im Polizeienstreit wird anerkannt. Ein konkreter Leistungsausweis darüber hinaus wird aber teilweise vermisst.

Dass sich die FDP im Hinblick auf die Wahlen 2007 in einer schwierigen Lage befindet, darin sind sich die Parteien einig. SVP und CVP gehen davon aus, dass die FDP mit zwei neuen Kandidaten antritt.

(ht/sda)

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