Zürcher Stadtpolizist wegen Körperverletzung verurteilt
publiziert: Montag, 18. Jun 2007 / 22:22 Uhr

Zürich - Geld statt Haft: Das Zürcher Obergericht hat die Strafe gegen einen Stadtpolizisten aufgrund des neuen Strafgesetzes umgewandelt. Statt vier Monate Gefängnis gibt es nun 18'000 Franken Busse, ebenfalls bedingt.

Obergericht in Zürich.
Obergericht in Zürich.
Die Umwandlung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom vergangenen September erfolgte, weil inzwischen das neue Strafgesetz in Kraft getreten ist. Dieses sieht anstelle von kurzen Gefängnisstrafen Geldstrafen vor.

Dabei wird entsprechend der Freiheitsstrafe eine Anzahl Tagessätze festgelegt. Deren Höhe errechnet sich aus der finanziellen Situation eines Angeklagten.

Das Bezirksgericht hatte den Polizisten wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer bedingten viermonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, mit einer Probezeit von zwei Jahren. Der Verteidiger focht nicht den Schuldspruch als solchen an, den der Angeklagte anerkennt. Es ging um das Strafmass: Die Verteidigung erachtete einen Monat - beziehungsweise 30 Tagessätze - als angemessen.

Kein Fehlurteil

Das Obergericht hielt fest, die erste Instanz habe kein Fehlurteil gefällt. Wäre keine Rechtsänderung eingetreten, so wäre es zu einer Bestätigung gekommen. Das Obergericht nahm keinen Abstrich am Strafmass vor - es wandelte die vier Monate um in 120 Tagessätze zu 150 Franken. Zudem hat der Angeklagte die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren zu tragen.

(li/sda)

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