Zürcher Strassenstrich dehnt sich an die Goldküste aus
publiziert: Dienstag, 23. Feb 2010 / 12:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Feb 2010 / 15:52 Uhr

Zürich - Die Strassen-Prostituierten der Stadt Zürich suchen sich neue Standorte. Die Stadtpolizei registrierte in den letzten Wochen mehrere Frauen, die ihre Dienste in Tiefenbrunnen angeboten hatten. Dort stehen sie in unmittelbarer Nähe zur Goldküstengemeinde Zollikon.

Die Strassen-Prostituierten der Stadt Zürich nähern sich der Goldküstengemeinde Zollikon an.
Die Strassen-Prostituierten der Stadt Zürich nähern sich der Goldküstengemeinde Zollikon an.
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Man habe mehrere Anrufe von Anwohnern erhalten, dass sich Prostituierte dort platziert hätten, bestätigte Marco Bisa, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, eine entsprechende Meldung im «20Minuten».

«Wir werden ein Auge darauf haben und alles tun, damit sich das Ganze nicht ins Wohnquartier Seefeld verlagert.» Es handle sich aber nur um wenige Frauen, betonte er. Die meisten Strassen-Prostituierten würden ihre Dienste nach wie vor am oberen Teil des Sihlquais im Kreis 5 anbieten.

Verlagerung Richtung Goldküste legal

Illegal ist die Verlagerung in Richtung Goldküste nicht. Die Bellerivestrasse ist wie das Sihlquai auch im so genannten «Strichplan» der Stadt Zürich verzeichnet. Dieser Plan aus dem Jahr 1991 hält fest, an welchen Strassen die Frauen ihre Dienstleistungen anbieten dürfen.

Es sind dies in erster Linie Ausfallstrassen und Industriezonen, aber auch edlere Adressen wie etwa das Limmatquai und die Talstrasse unweit des Paradeplatzes. Nicht drauf zu finden ist hingegen das Langstrassenquartier - zum Schutz der Anwohner.

Flyer mit «Strichplan»

Eingehalten wird der «Strichplan» jedoch nicht überall. Der stark frequentierte Strassenstrich am Sihlquai beispielsweise breitete sich auch in den unteren Abschnitt aus, obwohl die Sexarbeiterinnen in der Nähe des Bahnhofes nicht toleriert werden.

Seit Anfang Jahr verteilt die Stadt Zürich den Prostituierten deshalb Flyer, auf denen der gesamte «Strichplan» aufgedruckt ist. Es sei gut möglich, dass sich einige Frauen vom Sihlquai wegen dieses Flyers nun einen neuen Standplatz ausgesucht hätten, sagte Reto Casanova, Sprecher des Polizeidepartementes, auf Anfrage.

(fkl/sda)

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