Zürich steigt aus der Atomkraft aus
publiziert: Dienstag, 10. Jun 2008 / 09:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Jun 2008 / 15:39 Uhr

Zürich - Ein in der Vorwoche erzielter Kompromissvorschlag dürfte den Weg für einen Atomausstieg der Stadt Zürich freimachen. Die Vorlage schreibt neben dem Ausstieg aus der Atomenergie auch die Erreichung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft vor.

Zürich setzt sich verbindliche CO2-Reduktionsziele.
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Mit dem Kompromiss ist ausserdem das Ziel einer Reduktion des CO2-Ausstosses auf eine Tonne pro Kopf und Jahr bis 2050 in der Gemeindeordnung festgelegt.

Die von der städtischen Exekutive unterstützte Vorlage wurde in der parlamentarischen Kommission neben den Grünen auch von SP, CVP und FDP gutgeheissen. Eine Annahme durch das Stimmvolk gilt deshalb als sehr wahrscheinlich. Es handelt sich um einen Gegenvorschlag zur eingereichten Initiative der Grünen «Umweltschutz konkret», welche von den Initianten zurückgezogen wird.

Atomstrom bis 2044

Der Kompromiss sieht den Ausstieg aus der Atomenergie spätestens auf das Ende der laufenden Beteiligungen und Bezugsrechte vor. Bis zum Ende der Laufzeit von Gösgen (2039) und Leibstadt (2044) darf das Elektrizitätswerk der Stadt (EWZ) damit noch Atomstrom beziehen.

Die Stadt Zürich würde damit die erste Gemeinde der Schweiz, die das ehrgeizige Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft, eine gleichzeitige CO2-Emissionsreduktion und eine klare Frist für den Atomausstieg in die Gemeindeordnung einfügt, schreiben die Stadtzürcher Grünen.

(ht/news.ch)

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Energie - die neue Waffe
Auch ich befürchte, dass wir in den nächsten Jahren noch einiges erleben werden. Die Proteste der Lastwagenfahrer in Spanien, der Taxifahrer in Indien erinnern mich vage an Bilder aus Geschichtsbücher, auf denen Menschen sich um Lebensmittelrationen stritten. Natürlich ist es unfair, von den armen Ländern ökologisches Bewusstsein zu fordern, auch hier gilt die Losung " erst kommt das Fressen, dann die Moral"... Ich vertraue noch immer darauf, dass sich die Vernunft durchsetzt, momentan stehen die Zeichen nicht eben gut dafür - Russland rasselt mit den Säbeln, voller neugewonnenem Nationalstolz durch die reichen Bodenschätze. Asien hat Heisshunger nach Energie und sichert sich die Vorkommen in Afrika. Wenn wir das Problem nicht in den Griff bekommen werden die nächsten Kriege um Öl, Gas, oder sogar einen Platz an der Sonne im wahrsten Sinne des Wortes entbrennen. Bis dahin - Kaffee trinken und hoffen! ;-)
an logine
hallo logine

nun, die alten italienischen espressokocher sind meist aus aluminium gegossen. aluminium ist ein äusserst schlechter wärmeleiter und von daher verpufft relativ viel energie ungenutzt. ausserdem sind diese kocher insofern verschrien, da aluminium nicht mit lebensmitteln zusammengeführt werden sollte, schon gar nicht zum kochen, da es im verdacht steht, alzheimer auszulösen...
von wegen giften in der nahrungskette ;-)))

nein, wir sind uns insofern einig logine, wir müssen einfach endlich etwas tun und aufhören lauthals zu plären. vor allem können wir in unseren breitengraden es uns durchaus leisten, etwas in energie zu investieren und in deren weiterentwicklung sowieso. die westlichen länder haben jahrelang auf kosten der dritten welt gelebt, da kann nicht jetzt von diesen menschen der erste schritt verlangt werden.

dass biotreibstoffe nicht das gelbe vom ei sind, das dachte ich von beginn weg. wir müssen endlich aufhören, immer was verbrennen zu wollen! und wenn mal jedes dach mit solarzellen bestückt wäre..... (eigentlich vergeudete flächen, oder nicht? die heissen ziegel- und anderen dächer heizen im sommer nur unnötig und nachhaltig die umgebung auf), dann brauchten wir schon bald keine diskussion mehr über die energiebereitstellung. aber eben... dann könnte niemand mehr über die energieverteilung und deren preise macht auf länder und menschen ausüben, sie nicht mehr gefügig machen damit. das wäre ja kaum interessant... siehe meldungen von gasprom dieser woche! beängstigend finde ich persönlich!
Wer will denn bremsen
Das ist richtig, jeder soll für sich mal ein Zeichen setzen. Wir fahren sogar ein 14jähriges Auto, ist noch tiptop, und wird behalten, bis es uns im Stich lässt. Wir fahren Velo und laufen auch mal die paar Kilometer zum Bahnhof. Ich bin ohne Auto grossgeworden, ohne Fernseher und ohne Telefon, von den elektronischen Errungenschaften ganz zu schweigen. Da hat man sowieso eine andere Einstellung zu vielem, was heute einfach als selbstverständlich und nötig erachtet wird. Ich wollte Sie nicht belehren sondern nur darauf hinweisen, dass alternative Energiequellen auch nicht nur oder noch nicht das Gelbe vom Ei sind, nehmen wir doch die ganze EUphorie um die Biotreibstoffe - zuerst bejubelt, subventioniert und dann von höchster Stelle kritisiert, weil sie die weltweite Hungermisere verschlimmern. Dabei wird auch noch stark gedüngt, was zu hohen Nitratkonzentration im Boden führt, was wiederum Lachgas freisetzt, das 300x stärker belastet als C02. Sie sehen, die Problematik ist nicht ganz so einfach. Aber natürlich soll man irgendwo mal einen Pflock einschlagen, nur nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben und wenn schon auf was Neues gesetzt wird nicht leichtfertig mit den Nebenwirkungen umgehen. Kernspaltung ist wohl das gefährlichste, was der Mensch sich je ausgedacht hat - aber Schwermetalle sind auch keine Bagatelle, wenn sie über die Nahrungskette in der Suppe landen. Den Kaffe machen wir übrigens mti unserem guten alten italienischen Espressokrug zum Zusammenschrauben. Wie bei dem wohl die Energiebilanz aussieht :-))
irgendwann steigt jeder aus!
es ist doch prinzipiell ganz einfach: handeln anstatt lange reden und vor allem einfach mal etwas tun, anstatt immer nur zu lamentieren und zu bremsen!
es ist logisch und völlig klar, da sind wir uns wohl einig: die umweltfreundlichste und vor allem günstigste energie ist die, welche gar nicht zum verbrauch bereitgestellt werden muss! also soll doch einfach mal jeder bei sich selber anfangen. wie gesagt: mein haus ist nach minergie-standart gebaut, ich fahre noch auto, weil ich abgelegen wohne, doch reicht mir ein normaler pkw mit durchschnittlichen verbrauch dafür aus. diesen fahre ich aber solange es geht, denn graue energie steckt da ja auch drin. er ist aber mit 6jahren noch topfit! licht produzieren energiesparlampen wo es geht. und die kaffeemaschine hat zwar ebenfalls infolge alter noch keinen eco-mode, doch stecke ich diese einfach nur zum gebrauch ein und nach dem kaffeemachen wieder aus. ganz einfach! das ganze heimkino hängt an einer steckerleiste, die wird also bei gebrauch einfach "zack" ein- und "zack" wieder ausgeschaltet. es gäbe viele massnahmen mehr aufzuzählen, und unglaublicherweise ist mein stromverbrauch massiv gesunken! dieser gesparte strom muss also nun nicht mehr hergestellt werden, weder mit öl noch atomar noch mit solar! aber auch zu diesem thema nochmals: giftige stoffe bei der herstellung von solarmodulen fallen bestimmt an, keine ahnung, aber mit giftigen stoffen können wir menschen effektiver und besser umgehen als mit atomarer strahlung.
die sparsame gesellschaft ist also durchaus kein traum. aber man muss es leben und nicht einfach dauernd nein sagen und trötzeln! einfach mal vorwärts machen.... am besten bei sich selbst!
und Deutschland vielleicht wieder ein?
Nachdem sich Meldungen über Störfälle gerade häufen liegt Zürich sicherlich richtig, ein langfristiges Umdenken ist nötig. Jedoch: Womit will die Limmatmetropole seinen Energiebedarf decken? Was ist davon zu halten, dass Italien wieder auf Atomenergie setzt, China schon immer, in Deutschland Clement (SPD) den Ausstieg als falsch bezeichnet (Kohlewerke sind wieder attraktiv ??!!), Frankreich gross im Geschäft bleibt und gleich sechs arabische Staaten Atomprogramme ankündigen (ob denn nur für zivile Zwecke ist fraglich). Und Indien ist praktisch Selbstversorger ist in der Nukleartechnologie. Die alternativen Technologien sind auch nicht völilg unbedenklich, bei der Solartechnik werden giftige Schwermetalle verwendet. Ausserdem ist die Amortisationszeit beträchtlich länger als z.Bsp. bei Erdgas. So unproblematisch wird die Umstellung auf erneuerbare, umweltschonende Energien wohl nicht erfolgen.
es wird auch endlich zeit...
Endlich! Ich kann da meinem Vorredner namens Eidgenoss nur klar widersprechen. Das Atomzeitalter ist prinzipiell längst vorbei, andere Technologien zur Energie-Erzeugung sind einsatzbereit und taugen auch absolut die Atomkraft abzulösen. Wenn man nämlich bedenkt, wieviel Energie (vor allem Fossile) verbraucht/verbrannt wird, bis Uran überhaupt gefördert und angereichert ist, anschliessend wieder aufbereitet und schliesslich hundertprozentig (lach) sicher unter der Erde wieder verstaut, dann ist die Atomkraft eine höchst ineffiziente Art der Energiegewinnung oder eben eher Energieverschwendung. Es ist Zeit, dass die Vorschriften die Menschen zum effizienten Umgang mit Energie zwingen, denn freiwillig bewegt sich der Mensch leider nur ungern. Dass dies nicht mit Komforteinbusse verbunden sein muss, zeigen die heutigen Möglichkeiten elektrischer Geräte.
Es ist also eigentlich eine ziemlich fragwürdige Aeusserung, wenn man beim Ausstieg aus der Atomkraft von einem Weg in die Steinzeit redet... vielleicht eher das Gegenteil! Dass Zürich Vorreiter spielt und offen Gesicht zeigt, sollte der AKW-Lobby zu denken geben. Eine Stunde vorher stellte diese die News online, dass sie ein neues AKW in Gösgen fordert.... ist dies nicht ein Widerspruch in sich?
Nein, mein eigenes Haus im Minergiestandart beweist, dass heute sehr vieles möglich ist.... mit sehr geringem finanziellen Mehraufwand kurzfristig gesehen. Aber vielleicht ist einfach für das denkende Wesen Mensch etwas mehr denken angesagt inskünftig, und nicht nur blind-taubes Gewohnheitsbenehmen wie wirs die letzten 50Jahre kannten, als der Strom ja noch aus der Steckdose kam....
Zürich steigt aus der Atomkraft aus
Es ist anzunehmen, dass die Energiepreise längerfristig eher steigen und so wird Zürich, wie heute Schweden und später Deutschland, von seinen Ausstiegsideen wieder wegkommen. Der Weg vom Atomzeitalter in die Steinzeit mag für grüne Spinner interessant sein, ist aber für die Allgemeinheit nicht tragbar.

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