Zuger Kantonsrat gedachte in Schweigeminute der Amok-Opfer
publiziert: Donnerstag, 29. Nov 2001 / 11:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 29. Nov 2001 / 11:35 Uhr

Zug - Der Zuger Kantonsrat hat sich zur ersten Sitzung nach dem Attentat vom 27. September getroffen. Die Sitzung wurde mit einer Gedenkminute für die 14 Opfer eröffnet. Zudem wurden acht neue Parlamentsmitglieder vereidigt.

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Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben. Mit diesen Worten hatte Landammann Hans-Peter Uster die erste Sitzung des Regierungsrates nach dem Attentat eröffnet. Mit den gleichen Worten eröffnete auch Kantonsratspräsident Christoph Straub die erste Parlamentssitzung nach dem Attentat vom 27. September.

Zwei Monate nach der Tat markiert die Sitzung des Kantonsrates einen weiteren Schritt zurück zur Normalität. Die Folgen des Anschlags sind indes allgegenwärtig. Bereits vor dem Saal im Polizeigebäude, wo das Parlament tagt, erinnert eine grosse Kerze an die 14 Opfer. Noch kein Thema ist der künftige Tagungsort des Parlaments. Klar ist, dass auch die nächste Sitzung vom 20. Dezember im Polizeigebäude stattfindet. Dann wird entschieden, ob der Rat künftig im Casino tagt oder im Polizeigebäude bleibt, bis ein neuer Kantonsratssaal gebaut ist. Dieser soll wieder im Regierungsgebäude untergebracht sein. Beim schlimmsten Amoklauf in der Schweizer Kriminalgeschichte hatte ein Mann am 27. September im Zuger Kantonsparlament drei Regierungsräte, elf Parlamentsmitglieder sowie sich selber getötet. 15 weitere Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Zwei schwerverletzte Parlamentsmitglieder befinden sich noch immer im Spital. Laut Landschreiber Tino Jorio könnte ihre Behandlung noch Monate dauern. Unklar sei, ob mit bleibenden Schäden gerechnet werden muss. Zwei weitere Opfer befinden sich gegenwärtig für eine Nachbehandlung wieder für kürzere Zeit im Spital.

(bb/sda)

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