«Zulassungsstopp beschleunigt Ärzte-Mangel»
publiziert: Dienstag, 3. Jul 2007 / 13:44 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Jul 2007 / 14:23 Uhr

Bern - Der Zulassungsstopp für Mediziner habe einen geradezu perversen Effekt - er beschleunige den Mangel an Hausärzten, hiess es an einer Medienkonferenz der Ärzteschaft in Bern. Den jungen Ärzten werde damit die Lust am Beruf vergällt.

Der Anteil der ausländischen Kollegen betrage bereits 45 Prozent, so der Verband.
Der Anteil der ausländischen Kollegen betrage bereits 45 Prozent, so der Verband.
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Die vielzitierte Ärzteschwemme gebe es gar nicht, sagte Peter Studer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO). Im Gegenteil: Bereits seit längerem spitze sich ein Ärztemangel zu.

Die Zahl der Studienabschlüsse ist gemäss dem VSAO seit 1997 von fast 900 auf 700 pro Jahr gesunken. Gleichzeitig wachse der Anteil an Frauen; erstmals liege er heute über 50 Prozent. Also werde es nicht nur weniger Ärzte und Ärztinnen geben, sondern auch wesentlich mehr Teilzeitarbeitende.

Lücken mit Ausländern geschlossen

Schon heute hätten die Spitäler grösste Mühe, ihre Arztstellen zu besetzen. Bisher würden diese Lücken mit ausländischen Kollegen geschlossen. Deren Anteil betrage aktuell bis zu 45 Prozent. Dabei wollte der Bundesrat mit der Verfügung des Ärztestopps vor fünf Jahren die Ärzteflut aus der EU abwehren und eindämmen.

Dieser ursprüngliche Gedanke erweise sich als kontraproduktiv, er habe einen «perversen Effekt», sagte VSAO-Präsident Studer: Er führe primär zu einem Rückgang einheimischer Ärzte und Ärztinnen und insbesondere zu einem Mangel an Hausärzten.

Lust am Beruf vergällt

Den jungen Schweizer Ärztinnen und Ärzten werde so die Lust am Beruf vergällt. Wegen dem Zulassungsstopp verzichteten viele auf eine Praxistätigkeit und nähmen Stellen an Spitälern oder in der Pharmabranche an.

Wer im Spital bleibe, müsse sich spezialisieren, weil in der Spitalstruktur für Grundversorger kein Platz sei.

(ht/sda)

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