Zum Roulette ab nach Sibirien
publiziert: Mittwoch, 20. Dez 2006 / 12:59 Uhr

Moskau - Russland geht auf Betreiben von Präsident Wladimir Putin massiv gegen die florierende Glücksspiel-Branche vor. Spielhallen und Kasinos sollen ab Mitte 2009 in vier abgelegene Sonderzonen verbannt werden.

Die russische Glücksspielbranche boomt.
Die russische Glücksspielbranche boomt.
Das Parlament in Moskau legte dies in einem Gesetz fest. Wer dann sein Glück beim Spiel versuchen will, muss den weiten Weg ins Altai-Gebirge in Sibirien, an den Pazifik, nach Kaliningrad oder nach Südrussland auf sich nehmen. Im übrigen Land würden Glücksspiele verboten.

Schon vor der Verbannung in die Provinz erhöht das Gesetz die Hürden für den Betrieb von Spielautomaten und Roulettetischen. Bereits ab Mitte 2007 müsse für den Erhalt einer Lizenz ein Kapital von 600 Millionen Rubel (27,7 Mio. Franken) nachgewiesen werden. Beobachter erwarten eine verstärkte Konzentration der Branche.

Jeder 20. Russe spielsüchtig

Der Unterstützung der Bevölkerung kann sich Putin sicher sein. 65 Prozent befürworten sein Vorgehen gegen Spielhallen und Kasinos. Derzeit ist nach Schätzungen jeder 20. Russe spielsüchtig. Allerdings sind alle bisherigen Massnahmen des Staates gegen das Gewerbe an dessen einflussreicher Lobby gescheitert.

Die russische Glücksspielbranche boomt. Seit 2002 hat sich der Umsatz der 350 000 Spielhallen und 169 Kasinos im Land auf 6 Milliarden Dollar (7,28 Mrd. Franken) verfünffacht.

Das Geschäft mit dem Glück florierte bislang auf Grund billiger Lizenzen und enormer Gewinne. Die Hauptstadt Moskau ist mit 56 Kasinos nach Las Vegas und Miami weltweit die dritte Metropole des Glücksspiels.

(bert/sda)

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