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Zumindest Platz 7 muss es sein
publiziert: Freitag, 25. Nov 2011 / 18:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 25. Nov 2011 / 21:38 Uhr

Für das Team Sauber beginnt am Samstagabend (17.00 Uhr MEZ) mit dem Qualifying zum Grand Prix von Brasilien der finale Kampf um Ruhm, Ehre - und viel Geld. Die Hinwiler wollen zumindest Platz 7 verteidigen. Im Training lagen sie vor Konkurrent Toro Rosso.

Auf den ersten Blick betrachtet, erscheint es als unbedeutend, ob ein Team die Saison in der Konstrukteuren-Wertung im siebten oder achten Rang beendet. In Wirklichkeit macht diese Rangdifferenz beim Verteilen des Preisgeldkuchens jedoch fünf bis sechs Millionen Franken aus. Geld, das bei Sauber nicht nur in Zeiten der Währungskrise äusserst willkommen ist. Der 6. Platz, der vom Schweizer Rennstall als Saisonziel ausgegeben und in der ersten Saisonhälfte problemlos gehalten wurde, ist bei 15 Punkten Rückstand auf Force India unter normalen Umständen nicht mehr erreichbar.

In São Paulo geht es für Sauber deshalb darum, wenigstens den minimalen Vorsprung von einem Punkt auf die achtplatzierte Toro-Rosso-Equipe zu verteidigen. Im letzten Freitagstraining der Saison hatten beide Sauber-Fahrer die Nase gegenüber Red Bulls B-Team vorne. Sergio Perez verlor auf die Tagesbestzeit von Lewis Hamilton als Dreizehnter 1,578 Sekunden. Zwölf Minuten vor Trainingsende musste der 21-Jährige den Sauber C30 wegen eines Getriebeproblems am Streckenrand stehen lassen. "Es ist schade, dass ich die geplante Distanz nicht fertig fahren konnte. Mit wenig Benzin und weichen Reifen war das Auto ganz in Ordnung. Für das Qualifying haben wir dennoch etwas Arbeit vor uns", resümierte Perez. Unmittelbar hinter dem Mexikaner belegte Kamui Kobayashi, der 2009 in São Paulo seinen ersten Grand Prix bestritten hatte, Platz 14 mit 1,627 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit.

Sébastien Buemi (15.) nahm nur an der zweiten Übungseinheit teil, nachdem er sein Cockpit zunächst dem französischen Red-Bull-Talent Jean-Eric Vergne überlassen musste. Auf den vor ihm klassierten Kobayashi verlor der 23-jährige Romand 0,245 Sekunden. Buemis spanischer Teamgefährte Jaime Alguersuari im anderen Toro Rosso-Ferrari belegte Platz 16.

Vettels gute Erinnerungen an Brasilien

Sebastian Vettel tritt in São Paulo nach dem vorzeitigen Titelgewinn Anfang Oktober zum vorerst letzten "Schaulaufen" an. Nach dem ersten Ausfall der Saison in Abu Dhabi (VAE) brennt der 24-Jährige auf Revanche und will sein herausragendes Rennjahr standesgemäss mit einem Sieg beenden. Zuvor ist der Deutsche bestrebt, mit der 15. Pole-Position der Saison zum alleinigen Rekordhalter in dieser Statistik-Sparte aufzusteigen. Vor zwei Wochen hatte er die 19 Jahre alte Bestmarke des Briten Nigel Mansell eingestellt. Die Reise zum Saisonfinale nach Südamerika trat Vettel mit guten Erinnerungen an. Vor Jahresfrist machte er als Sieger im Autodromo José Carlos Pace den zweitletzten Schritt zum ersten WM-Gewinn.

Im Gegensatz zu Vettel überquerte noch keiner der drei anderen Saisonsieger in Brasilien als Erster die Ziellinie. Fernando Alonso (2005, 2006), Lewis Hamilton (2008) sowie Jenson Button (2009) wurden in São Paulo jedoch allesamt Weltmeister. Für Hamilton ginge bei einem Triumph in der Heimat seines Idols Ayrton Senna ein Traum in Erfüllung. "Ich würde sterben, um auf dieser Strecke zu siegen", liess der 26-jährige Brite verlauten. Sein McLaren-Teamkollege Jenson Button blieb in bislang elf Anläufen auf dem Traditionsrundkurs erfolglos.

Topfahrer im Training nahe beisammen

Wie schon vor zwei Wochen in Abu Dhabi ging die Bestzeit im Training auf das Konto Hamiltons, der Vettel um 0,167 Sekunden auf Platz 2 verwies. Mark Webber, der während den ersten 90 Trainingsminuten im anderen Red Bull-Renault die schnellste Runde absolviert hatte, belegte im Tagesklassement den 3. Platz vor Alonso. Die ersten acht Fahrer lagen alle innerhalb einer halben Sekunde.

Resultate:
São Paulo. Grand Prix von Brasilien. Freies Training. Erster Teil: 1. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 1:13,811. 2. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 0,014 Sekunden zurück. 3. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 0,150. 4. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 0,214. 5. Felipe Massa (Br), Ferrari, 0,696. 6. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 0,730. Ferner: 12. Romain Grosjean (Sz/Fr), Lotus-Renault, 1,736. 15. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 1,936. 17. Sergio Perez (Mex), Sauber-Ferrari, 2,168. - Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, erst im 2. Training im Einsatz.

Zweiter Teil: 1. Hamilton 1:13,392. 2. Vettel 0,167. 3. Webber 0,195. 4. Alonso 0,206. 5. Schumacher 0,331. 6. Massa 0,358. 7. Button 0,395. Ferner: 13. Perez 1,578. 14. Kobayashi 1,627. 15. Buemi 1,872.

 

(fest/Si)

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