Zur Freude der Hacker - Hälfte der WLAN-Netze ungesichert
publiziert: Dienstag, 4. Sep 2007 / 13:27 Uhr

Stegaurach - Hacker haben bei der rasch wachsenden Anzahl von WLAN-Netzen meistens leichtes Spiel, wenn sie sich unerlaubten Zugriff auf das Netzwerk verschaffen wollen.

Mit entsprechenden Tools ist es praktisch jedem möglich, die WEP-Schutzmassnahmen innerhalb von wenigen Minuten auszuhebeln.
Mit entsprechenden Tools ist es praktisch jedem möglich, die WEP-Schutzmassnahmen innerhalb von wenigen Minuten auszuhebeln.
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Zu diesem Schluss kommt das deutsche IT-Consultingunternehmen Visukom nach einem Feldversuch, bei dem per Flugzeug aus der Luft Funknetzwerke analysiert wurden.

Über die Hälfte aller eruierten Zugangspunkte waren unverschlüsselt und damit anfällig für Hacker-Angriffe, warnt Visukom. Dies spiegle exemplarisch das Sicherheitsbewusstsein vieler Unternehmen und Anwender bei WLAN wieder, heisst es in einer Unternehmensaussendung.

Die Methode Wardriving

«Eine beliebte Methode, sich die vorhandenen Sicherheitslücken zu Nutze zu machen, ist das so genannte Wardriving, welches sich mittlerweile quasi zu einer Art Sport entwickelt hat», sagt Visukom-Geschäftsführer Marco Di Filippo.

Dabei handelt es sich um das systematische Suchen nach WLANs mit Hilfe eines Fahrzeugs. Mit einem Laptop spürt der Hacker im Vorbeifahren ungesicherte Netzwerke auf, verbindet sich mit dem Router und verschafft sich so Zugriff auf das Internet und laufende PCs im Netzwerk.

Oft reicht lediglich ein Laptop mit Wireless LAN-Karte, eine Antenne und eine entsprechende Schnüffel-Software, die im Internet zum Download bereit steht und mit der die Zugangsdaten ausgespäht werden können.

Die Gründe der Hacker

Die Beweggründe für die Hacker sind unterschiedlich und reichen von Abenteurern über Bandbreitendiebe bis hin zu professionellen Angreifern. Um ungesicherte Funknetze aufzuspüren, kommen sogenannte WLAN-Sniffer zum Einsatz.

Diese Programme scannen ihre Umgebung nach verfügbaren Netzen ab. Als Warchalking wird schliesslich die Werbeform bezeichnet, mit der auf empfangbare Netze hingewiesen wird. Orte mit offenen, empfangbaren WLANs werden mittels Farb- oder Kreidezeichen markiert.

«Das wichtigste ist, dass das Netzwerk überhaupt verschlüsselt ist. Als Verschlüsselungsstandard sollte WPA oder WPA II eingesetzt werden», erklärt Stefan Zehe, Sicherheitsberater bei Visukom.

Das WEP-Verfahren gilt bereits als unsicher und sollte daher nicht mehr zum Einsatz kommen. «Mit entsprechenden Tools ist es praktisch jedem möglich, die WEP-Schutzmassnahmen innerhalb von wenigen Minuten auszuhebeln», weiss Zehe.

Grund für die Vernächlässigung

Den Grund für die Vernachlässigung der Schutzmassnahmen ortet der Experte im Auslieferungszustand der Geräte. Router haben die Verschlüsselung ab Werk standardmässig deaktiviert. Die Konsumenten wiederum würden das Gerät einfach so verwenden, wie sie es gekauft haben.

«Allerdings gehen Hersteller vereinzelt bereits dazu über, die Verschlüsselung zu aktivieren und extra auf die Sicherheitsmassnahmen hinzuweisen», so Zehe.

(dl/pte)

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