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Zusammenhalt, Rollenakzeptanz und Opferbereitschaft
publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 14:04 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 14:28 Uhr

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Der Nationaltrainer war, wie seine Spieler auch, am Ende der Weltmeisterschaften fix und fertig: Aber er war hochzufrieden mit seiner Truppe. Drei positive Aspekte der Weltmeisterschaften möchte er dennoch herausheben, welche ihm besonders Freude bereiteten.

Freude Nummer 1: Der Zusammenhalt

“Die Zusammenarbeit der gesamten Mannschaft. Wir haben noch nie in der Geschichte der Schweizer Nationalmannschaft ein so intensives Programm gehabt wie heuer. Es war unglaublich, wie diese Mannschaft physisch und mental allem Druck standhalten konnte und immer wieder den Focus auf die nächste Aufgabe setzte. Ich habe enormen Respekt vor all diesen Spielern. Das ist sicherlich meine Nummer 1 in der Hitparade der positivsten Erkenntnisse der WM.”

Freude Nummer 2: Die Rollenakzeptanz

“Jeder Spieler hat sich komplett in den Dienst der Mannschaft gestellt und die Rolle gelebt und gearbeitet, die man ihm gab. Es ist nicht immer selbstverständlich, dass ein Führungsspieler im Club in der Nationalmannschaft auf einmal andere Aufgaben erfüllen muss. Flavien Conne zum Beispiel war immer ein offensiver Spieler und muss hier bei uns einen Defensivpart übernehmen, Ivo Rüthemann spielt im Verein selten Boxplay, hier muss er eine wichtige Rolle in Unterzahl übernehmen. Ich kann sehr viele Beispiele mehr aufzählen wie Jeannin, Lemm oder Romy. Die fantastische Situation mit den Goalies ist auch ein Punkt im Bereich der Rollenakzeptanz. David Aebischer, ein genialer Torhüter, akzeptiert die Rolle als Backup hinter Gerber. Wien ist zu Gerbers Turnier geworden.”

Freude Nummer 3: Die Opferbereitschaft

“Ich ziehe den Hut vor allen Spielern, die sich im Namen der Schweiz dafür hergeben, nach einer so langen Saison nochmals die ganze Kraft in die Nationalmannschaft zu investieren und bis ans mentale und physische Limit zu gehen. Man kann sich nicht vorstellen, was es heisst, gegen die Weltstars alles zu geben und mitzuhalten. Das rechne ich allen hoch an.”

Noch 3 Jahre „Kruegerianer“?

Sind die Würfel wegen der Vertragsverlängerung mit Ralph Krueger mit der erfolgreichen WM für die Schweiz bereits gefallen? SEHV-Renato Eugster, zuständig für die Belange Sport, gibt Antwort: “Verbandsdirektor Peter Zahner und ich werden im Laufe des Sommers Gespräche mit Ralph Krueger führen. Unser Ziel ist es, im Herbst vor den ersten Länderspielen entscheiden zu können, ob wir den im Frühjahr 2006 auslaufenden Vertrag vorzeitig verlängern wollen. Es gibt auch die Möglichkeit, dass wir den Trainerentscheid verschieben und erst verhandeln, wenn der Vertrag 2006 ausgelaufen ist. Die allfällige Vertragsverlängerung wird kein Pokerspiel. Wir werden offene, ehrliche Gespräche führen und wir werden den Aufwand für die Nationalmannschaft kürzen müssen. Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Er hat Kontinuität und Stabilität in die Nationalmannschaft gebracht. Das ist uns sehr viel wert.” Und wenn doch ein Nachfolger in Frage kommen sollte? Eugster: “Es müsste jemand sein, der mit den ganz besonderen Verhältnissen bei uns vertraut ist.”

(von Joël Wüthrich/news.ch)

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