Zuwanderungsflut aus dem Osten soll ausbleiben
publiziert: Sonntag, 30. Jun 2002 / 13:37 Uhr

Berlin - Mittel- und langfristig soll es keine anhaltende Migration aus Ostmittel- nach Westeuropa geben. Ein Bevölkerungsrückgang und der wirtschaftliche Aufsschwung der Kanditatenländern geben laut einer Studie Migrations-Entwarnung für die EU.

Mit dem politischen Umbruch und der Einführung der Marktwirtschaft im ehemaligen Ostblock sei es zu einem deutlichen Geburtenrückgang gekommen. Dies werde sich im Zeitraum zwischen 2006 und 2010 auf das Arbeitsangebot in diesen Ländern auswirken.

Auf Grund des zu erwartenden Rückgangs der erwerbstätigen Bevölkerung würden sich Wanderbewegungen verringern. Zu diesem Schluss kommen der Wiener Raumforscher Heinz Fassmann und der Berliner Bevölkerungswissenschafter Rainer Münz im «Migrationsreport 2002».

In den ost- und mitteleuropäischen Staaten gebe es ein Potenzial von rund vier Millionen auswanderungswilligen Menschen. Dies bedeute, dass mit der EU-Osterweiterung etwa 200' 000 bis 300'000 Menschen jährlich sich in Ländern der EU ansiedeln würden.

Bei Befragungen unter Ausreisewilligen überwiege der Wunsch nach kurz- und mittelfristiger Arbeitsmigration, nicht aber nach permanenter Auswanderung.

In den zehn zukünftigen EU-Mitgliedstaaten leben laut Migrationsreport derzeit 102 Millionen Menschen, 2025 werden es laut Berechnungen 95 Millionen, 2050 noch 83 Millionen sein.

Gegen Ende dieses Jahrzehnts wird die Zahl derer, die ins Berufsleben einsteigen, in Ost und West sinken. Damit fänden junge Menschen bereits daheim einen adäquaten Arbeitsplatz und müssten nicht mehr in den Westen abwandern.

Angesichts eines zu erwartenden Arbeitskräftemangels in Deutschland, der Schweiz und Österreich wäre die Möglichkeit, dass es zu einer verstärkten Zuwanderung oder Pendelbewegung kommen könnte, nicht weiter besorgniserregend. Allerdings räumen sie ein, dass es für bestimmte grenznahe Arbeitsmärkte sehr wohl zu Problemen kommen könnte.

(eh/sda)

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