Zwangsregister für Moscheen und Imame
publiziert: Samstag, 8. Mai 2004 / 13:07 Uhr

Madrid - Die spanische Regierung plant laut Medienberichten als Reaktion auf die Anschläge vom 11. März in Madrid ein Zwangsregister für Moscheen und Imame.

Islamisten haben in Zukunft einen schweren Stand in Spanien.
Islamisten haben in Zukunft einen schweren Stand in Spanien.
Derzeit verfüge das Justizministerium über ein Register, in das sich 235 moslemische Gemeinden eingeschrieben hätten, schreibt die Zeitung El País. Nicht bekannt sei dem Ministerium aber, wieviele Moscheen es in Spanien gebe und wer in ihnen predige.

Als einer der Drahtzieher der Anschläge auf Pendlerzüge in Madrid, bei denen 191 Menschen starben, gilt laut El País Serhan Ben Abdelmadschid Fachet, genannt der Tunesier, der als Imam in einer kleinen Moschee in Madrid tätig war und am 3. April Selbstmord verübte.

Die sozialistische Regierung von José Luis Rodríguez Zapatero wolle in der Frage des obligatorischen Registers mit allen im Parlament vertretenen Gruppierungen zu einer Einigung gelangen. Die Zeitung ABC schätzte die Zahl der Moscheen auf etwa 400.

Unterdessen ist im Zusammenhang mit den Anschlägen ist im Nordwesten der USA ein Rechtsanwalt festgenommen worden. Nach Medienberichten waren Fingerabdrücke des Mannes auf einer Plastiktüte entdeckt worden, die Material für die Bomben von Madrid enthielt.

Der Anwalt, ein zum Islam konvertierter amerikanischer Staatsbürger, wurde in seinem Büro festgenommen. Er wird nach Angaben der Tageszeitung The Oregonian ohne Anklage als Zeuge zur Tatsache festgehalten.

Genauere Angaben zu seiner angeblichen Verbindung zu den Anschlägen von Madrid machte das FBI nicht. Familienangehörige und der Imam der Moschee sagten, der Anwalt sei ein moderater Muslim und habe sich nie gegen die USA geäussert. Der 37-Jährige hatte vor zwei Jahren einen verurteilten Terroristen in einer Sorgerechtssache verteidigt.

(rr/sda)

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