Zwei Aussenseiter im Vergleich
publiziert: Samstag, 30. Sep 2006 / 00:04 Uhr

National können sich die Kadetten Schaffhausen eine Warm-up-Phase mit mässigen Resultaten folgenlos leisten, in der Handball Champions League hingegen sind Anlaufschwierigkeiten kaum mehr zu korrigieren.

Schaffhausens Trainer Goran Perkovac weist die Richtung.
Schaffhausens Trainer Goran Perkovac weist die Richtung.
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Die Startpartie heute Samstag gegen die Weissrussen aus Brest ist bereits kursweisend.

In der Gruppe B mit Europacupsieger Ciudad Real (Sp), dem ungarischen Zweiten Pick Szeged und Brest bewegt sich der Schweizer Champion aller Voraussicht nach nur mit dem weissrussischen Vertreter auf gleichem Level.

Die Spanier spielen im Vergleich zu ihren Kontrahenten auch ohne den am Kreuzband verletzten slowenischen Starspieler Uros Zorman in einer eigenen Liga. Szeged musste im eigenen Championat zwar Veszprem den Vortritt lassen, ist aber gleichwohl der internationalen «Hors Catégorie» zuzurechnen.

Das Ziel der Schaffhauser wird angesichts der starken Konkurrenz sein, Platz 3 und damit die europäische Saison zumindest im Cupsieger-Cup zu verlängern. «Sollten wir eine weitere Mannschaft hinter uns lassen, wäre das traumhaft. Aber eigentlich ist für uns der 3. Rang eher in Reichweite», macht sich Schaffhausens Coach Goran Perkovac keine Illusionen. Und doch kalkuliert er insgeheim mit einer spannenden Schlussphase: «Der Spielplan ist günstig. Wir treffen im letzten Spiel zu Hause auf Pick.»

Brest - die Titelsammler

Mit Brest haben sich der Schweizer Titelhalter zu Beginn zu beschäftigen. Der Gegner stammt nicht wie vermutet aus dem Nordwesten Frankreichs, sondern aus dem Süden Weissrusslands. 300 000 Einwohner leben in der Stadt an der polnischen Grenze.

Seit drei Jahren ist der von einer Öl-Gesellschaft kontrollierte Klub topklassiert; zweimal bereits sind die Weissrussen in der Champions League (mit mässigem Erfolg) angetreten. In der aktuellen Meisterschaft gewann die Equipe, deren Gerüst acht Internationale bilden, die ersten drei Spiele problemlos.

Im «Vorprogramm» eliminierte Brest Meschkow - der Name des Hauptsponsors - den holländischen Nobody Volendam mit dem Gesamtskore von 55:48. Perkovac verfolgte das Hinspiel in Holland: «Für mich ist Brest eine typische russische Mannschaft mit einem sehr grossen Mittelblock und pfeilschnellen Flügeln. Sie spielt keinen attraktiven Handball, ist aber grundsolid.» Und der Umzug in die eigene moderne Halle zahlt sich offenkundig aus.

Stammsechs forcieren

Wenn Perkovac mit seiner teuren und dank elf ausländischen Professionals entsprechend routinierten Auswahl nicht scheitern will, sind mindestens zwei Siege gegen die Weissrussen nötig. Deshalb wird der Kroate seine Stammsechs «so lange wie möglich forcieren». Der ehrgeizige Coach hat einen schnellen und beweglichen Handball im Sinn. In der SHL hat der Meister mit Verzögerung den Tritt gefunden -- der 33:19-Erfolg gegen den gut gestarteten BSV Bern Muri ist nur ein Dokument des positiven Trends.

Beim Auftakt zur zweiten Champions-League-Saison verlangt Perkovac die Fortsetzung der guten Ansätze. Zuversichtlich stimmt ihn der Fakt, «dass meine Mannschaft in der Vergangenheit immer wieder bereit war, wenn es um etwas ging. Das ist eine der grossen Qualitäten dieser Auswahl.» Abgezockt genug ist Perkovacs Mannschaft. Keeper Jerkovic sowie das frühere Bundesliga-Duo Krauthoff und Rose könnten die Angelegenheit im Alleingang entscheiden.

Champions League. Gruppe B:
Kadetten Schaffhausen, Ciudad Real (Sp), Pick Szeged (Un), Brest Meschkow (WRuss). -- Schaffhauser Spielplan. Samstag, 30. September 2006, 18 Uhr: Kadetten - Brest. -- Sonntag, 8. Oktober, 18 Uhr: Ciudad Real - Kadetten. -- Samstag, 14. Oktober, 16:15 Uhr: Pick Szeged - Kadetten. -- Samstag, 21. Oktober, 18 Uhr: Kadetten - Ciudad Real. -- Samstag, 4. November: Brest - Kadetten. -- Samstag, 11. November, 18 Uhr: Kadetten - Pick Szeged.

(Von Sven Schoch/Si)

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