Erneut zwei Tote in Nahost
Zwei Bomben explodieren in Israel
publiziert: Samstag, 14. Apr 2001 / 21:27 Uhr

Gaza/Jerusalem/Beirut - Am Ostersamstag hat es erneut zwei Tote im Nahostkonflikt gegeben. Bei einer Explosion in Gaza-Stadt wurde ein Mann getötet. Im Grenzgebiet zum Libanon starb ein israelischer Soldat, als sein Panzer von Hisbollah- Milizen getroffen wurde.

In der israelischen Stadt Kfar Saba, nordöstlich von Tel Aviv, explodierten am Abend zwei Bomben hoch. Dabei wurde eine Person schwer verletzt.

Eine erste Bombe verursachte lediglich Sachschaden. Als die Polizei die Gegend räumen wollte und nach weiteren Sprengkörpern suchte, explodierte eine zweite Bombe. Ein Mann wurde schwer verletzt ins Spital gebracht. Wer die Bomben legte, war vorerst nicht bekannt.

Bombe vorzeitig explodiert

Die Explosion in Gaza-Stadt wurde nach Angaben von palästinensischen Sicherheitskräften offenbar ebenfalls durch eine Bombe ausgelöst, die vorzeitig losging. Vier Menschen wurden verletzt.

In dem Haus seien offenbar Sprengkörper hergestellt worden, hiess es. Bei dem Getöteten soll es sich um einen 34-jährigen Mann handeln, der Leibwächter des Hamas-Führers Scheich Ahmed Jassin war.

Häuser zerstört

Im Süden des Gaza-Streifens zerstörten nach Palästinenser- Angaben israelische Truppen am Samstag mit Planierraupen und Panzern eine Zentrale der palästinensichen Sicherheitskräfte im Flüchtlingslager Rafah.

Bei dem anschliessenden Feuergefecht sind nach Spitalinformationen 35 Palästinenser verletzt worden. Israel teilte mit, in Rafah seien Häuser zerstört worden, die palästinensischen Heckenschützen als Schutz dienten.

Eskalation angedroht

Der Generalsekretär der palästinensischen Kampforganisation Fatah, Ahmed Helles, hat am Samstag mit einer Eskalation des Palästinenseraufstandes gedroht, wenn Israel seine Angriffe nicht einstelle.

Mit verschiedenen Mitteln und Strategien würden die Palästinenser so lange kämpfen, bis sie die Unabhängigkeit, ein Ende der militärischen Besatzung und die Errichtung eines eigenen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt erreicht hätten.

Israelischer Soldat getötet

Bei einem Angriff der radikal-islamischen Hisbollah ist am Samstag im Südlibanon ein israelischer Soldat getötet worden. Wie die israelische Armee in Jerusalem mitteilte, reagierte Israel mit Vergeltungsangriffen von Artillerie und Luftwaffe.

Die libanesische Polizei hatte bereits am Nachmittag mitgeteilt, dass die israelische Luftwaffe aus Vergeltung für einen Hisbollah- Angriff zwei Angriffe gegen Südlibanon geflogen habe.

Die von Syrien und Iran unterstützte Hisbollah hatte sich zuvor dazu bekannt, einen israelischen Panzer auf dem Gebiet der Shebaa- Farmen zerstört zu haben. Das Gebiet liegt im Dreiländereck zwischen Israel, Libanon und Syrien und wird von Israel und Libanon beansprucht.

Israel verlangte von der libanesische Regierung in Beirut, ihre Truppen an der Grenze zu verstärken. Syrien solle seinen Einfluss auf die Hisbollah zur Geltung bringen, um solche Angriffe zu verhindern.

(kil/sda)

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