Zwei Mal lebenslange Haft für Chef von Pinochets Geheimpolizei
publiziert: Dienstag, 1. Jul 2008 / 08:07 Uhr

Santiago - Ein chilenisches Gericht hat die bislang höchste Strafe für Verbrechen in der Zeit der Diktatur von Augusto Pinochet verhängt. Der Richter verurteilte den früheren Chef der Geheimpolizei Dina für den Mord an einem Ex-Armeechef und dessen Frau zu zwei Mal lebenslänglicher Haft.

Bisher mussten noch wenige Täter für ihre Verbrechen während der Militärdiktatur büssen.
Bisher mussten noch wenige Täter für ihre Verbrechen während der Militärdiktatur büssen.
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Der heute 79-Jährige Manuel Contreras war bereits zuvor wegen einer Reihe von Taten zu insgesamt mehr als 200 Jahren im Gefängnis verurteilt worden.

Der ehemalige chilenische Armeechef Calros Prats und seine Frau Sofia Cuthbert waren 1974 bei einem Autobombenanschlag in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires getötet worden. Neben Contreras wurden auch acht frühere Dina-Mitarbeiter zu Haftstrafen unterschiedlicher Höhe verurteilt.

Eine Tochter der Ermordeten äusserte Genugtuung über das Urteil. Justizminister Carlos Maldonado bezeichnete den Richterspruch als wichtigen Erfolg für Wahrheit und Justiz.

Tausende umgebracht

Unter der Herrschaft des 2006 gestorbenen Pinochet in den Jahren 1973 bis 1990 wurden rund 3000 Menschen umgebracht und weitere 28'000 gefoltert. Etwa 200'000 Chilenen flohen ins Exil.

Bis heute sind nur 24 Angehörige der Sicherheitsbehörden für Verbrechen in der Zeit der Diktatur verurteilt worden, gegen fast 500 wird ermittelt. Bei der bislang grössten Verhaftungswelle wegen Verbrechen in der Pinochet-Ära wurden im Mai 98 frühere Soldaten und Geheimpolizei-Mitarbeiter festgenommen.

(fest/sda)

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