Nebenaffäre zum Konkurs
Zwei Schuldsprüche in Xamax-Prozess
publiziert: Freitag, 14. Nov 2014 / 17:55 Uhr
Neuchâtel Xamax gibt es seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.
Neuchâtel Xamax gibt es seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

La Chaux-de-Fonds NE - In einer Nebenaffäre zum Konkurs des FC Neuchâtel Xamax hat das Strafgericht La Chaux-de-Fonds zwei ehemalige Verantwortliche zu bedingten Geldstrafen verurteilt. Ein früherer Präsident und ein ehemaliger Generalsekretär wurden wegen Falschaussagen schuldig gesprochen.

5 Meldungen im Zusammenhang
Der Prozess richtete sich nicht gegen den tschetschenischen Geschäftsmann Bulat Tschagajew, sondern gegen zwei Russen, die seit vielen Jahren in der Schweiz wohnhaft sind und eingebürgert wurden.

Ihnen wurde vorgeworfen, während der Untersuchung zum Konkurs des Fussballklubs beim Arbeitsvertrag des früheren technischen Direktors falsch ausgesagt zu haben. Die beiden Angeklagten sprachen von einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Der technische Direktor gab hingegen an, dass der Arbeitsvertrag nur befristet gewesen sei.

Bedingte Geldstrafen

Die Frage ist wegen der Entschädigung von Gläubigern im Konkursverfahren von Bedeutung. In der Urteilsverkündung sprach der Gerichtspräsident von «zahlreichen dunklen Zonen».

Das Gericht verurteilte den ehemaligen Präsidenten zu einer bedingten Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je 35 Franken und den früheren Generalsekretär zu 75 Tagessätzen zu je 10 Franken. Ihnen wurde eine zweijährige Probezeit auferlegt. Ob sie das Urteil weiterziehen, ist offen.

Schulden und Zwangsabstieg

Beim Prozess handelte es sich um eine Zwischenetappe im Verfahren zum Konkurs des Fussballclubs Neuchâtel Xamax. Unter der Führung von Bulat Tschagajew ging Xamax 2012 Konkurs und verlor die Lizenz für die Super-League.

Tschagajew war vorübergehend in Untersuchungshaft und hinterliess einen Schuldenberg von gegen 30 Millionen Franken. Die Neuenburger Staatsanwaltschaft wirft dem Tschetschenen ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung vor. Wann sich Tschagajew vor Gericht verantworten muss, ist unklar.

Er musste Ende August 2013 auf Weisung des Kantons Waadt die Schweiz verlassen. Seine Villa in Saint-Sulpice VD wurde im Januar für 2,5 Millionen Franken versteigert.

Tschagajew bestritt die Vorwürfe stets und kündigte an, in einem allfälligen Prozess aussagen zu wollen. Die Neuenburger Justiz weiss jedoch weder wo sich der ehemalige Xamax-Besitzer aufhält, noch wie er zu erreichen ist.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neuenburg - Die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Konkurs des Fussballclubs Neuchâtel Xamax ... mehr lesen
Die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Konkurs des Fussballclubs Neuchâtel Xamax sind abgeschlossen.
Bulat Tschagajew.
Bern - Bulat Tschagajew hat die Schweiz verlassen. Der ehemalige Besitzer des Fussballclubs Neuenburg Xamax ... mehr lesen
Xamax lebt wieder und nennt sich künftig Xamax 1912. Nach dem Konkurs stellte sich am Samstag (14.4) an einer ... mehr lesen
Neuchâtel Xamax ist Vergangenheit.
Neuenburg - Xamax steht vor dem Aus: Der Richter des Neuenburger Regionalgerichts hat am Donnerstag den Fussballclub ... mehr lesen
Der Fussballclub Xamax ist für zahlungsunfähig erklärt worden.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Francesco Schettino: Weil er das Schiff ...
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für ... mehr lesen   2
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Die Mehrheit der Kommission ist für die Änderungen.(Symbolbild)
Nationalrat sagt Ja zur Stiefkindadoption für Homosexuelle Bern - Homosexuelle sollen künftig Kinder ihrer Partner oder Partnerinnen adoptieren dürfen. Nach dem Ständerat ...
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 15°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 15°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 15°C 23°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 15°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 15°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 14°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten