Zwei Tote bei Protesten gegen Syngenta in Brasilien
publiziert: Montag, 22. Okt 2007 / 21:59 Uhr

Rio de Janeiro - Bei Protesten gegen den Basler Agrochemiekonzern Syngenta in Brasilien sind am Wochenende zwei Menschen getötet worden. Vertreter der Landlosenbewegung hatten zuvor eine Syngenta-Versuchsfarm im Bundesstaat Parana besetzt.

Die «Sicherheitskräfte sollten nicht bewaffnet sein», so Syngenta.
Die «Sicherheitskräfte sollten nicht bewaffnet sein», so Syngenta.
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Wie die brasilianische Polizei mitteilte, wurden bei den Auseinandersetzungen ein Wächter und ein Aktivist getötet. Weitere sechs Aktivisten und drei Angehörige einer Sicherheitsfirma wurden demnach verletzt.

Am Sonntag hatten 200 Aktivisten der Landlosenbewegung (MST) und Vertreter der Organisation «Via Campesina» die Farm gestürmt und die Wachleute vertrieben, um gegen den dortigen Anbau von Gentech-Mais zu protestieren.

«Bewaffnete» Sicherheitskräfte

Nach Darstellung der brasilianischen Polizei kehrten die Sicherheitsleute einige Stunden später bewaffnet zurück, um die Farm «zurückzuerobern». Wer die anschliessende Schiesserei begonnen hatte, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen.

Die Landlosenbewegung MST bschuldigt Syngenta, die Sicherheitsfirma zur gewaltsamen Rückeroberung angehalten zu haben. Dabei sei Valmir Motta, ein lokaler MST-Führer, durch zwei Schüsse in die Brust getötet worden, dies komme einer Exekution gleich. Die Landlosenbewegung forderte eine Untersuchung.

Dieser Darstellung widersprach Syngenta in einer Erklärung: Die von Syngenta beauftragten Sicherheitsleute sollten gemäss Vertrag unbewaffnet sein, hiess es.

(tri/sda)

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