Verschwundene Schüler
Zweifel an Einäscherung mexikanischer Studenten
publiziert: Mittwoch, 10. Feb 2016 / 07:32 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Feb 2016 / 11:14 Uhr
Es ist fraglich ob die Studenten verbrannt worden sind. (Symbolbild)
Es ist fraglich ob die Studenten verbrannt worden sind. (Symbolbild)

Mexiko-Stadt - Anderthalb Jahre nach dem Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko hat eine weitere Untersuchung die Zweifel an der offiziellen Darstellung bestätigt, dass die Entführungsopfer auf einer Abfalldeponie verbrannt worden seien.

5 Meldungen im Zusammenhang
Bei den im Bundesstaat Guerrero gefundenen menschlichen Überresten handele es sich nicht um die vermissten Studenten, teilte ein Mitglied der argentinischen Forensiker am Dienstag (Ortszeit) mit.

Fotos und Analysen von Pflanzen auf der Müllkippe in der Stadt Cocula, wo nach Angaben von Bandenmitgliedern die Leichen der Studenten verbrannt worden sein sollen, hätten ergeben, dass es zum fraglichen Zeitpunkt dort kein Feuer gegeben habe. Auch seien die angeblich dort gefundenen Leichenteile, die einem Studenten zugeordnet werden konnten, nur leicht verbrannt.

Zudem sei ein Knochen im Vergleich zu den anderen Leichenteilen aus derselben Plastiktüte «ungewöhnlich gross», sagte ein weiterer argentinischer Ermittler. Das Team untersucht im Auftrag der Angehörigen das Verschwinden der Studenten im September 2014.

An Drogenbande übergeben

Die erste Experten-Untersuchung hatte im vergangenen September nach der Auswertung von Satellitenbildern ergeben, dass es in der betreffenden Region nur an einer Stelle grössere Feuer gegeben habe. Es handle sich dabei aber nicht um die Abfalldeponie in der Stadt Cocula, teilte die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte damals mit.

Ende 2015 hatte der damalige Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam erklärt, die Polizei im südmexikanischen Iguala im Bundesstaat Guerrero habe die 43 Studenten mit Beamten aus dem benachbarten Cocula entführt und sie an die Drogenbande Guerreros Unidos ausgeliefert.

Demnach soll das Feuer 14 Stunden lang gebrannt haben, bevor die Asche in einen Fluss geworfen wurde. Unabhängige Experten kamen aber zu dem Schluss, dass es 60 Stunden gedauert hätte, um die 43 Leichen zu verbrennen.

(sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mexiko-Stadt - 19 Monate nach dem Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko wird die Polizei der Komplizenschaft mit ... mehr lesen
«Unsere Entschädigung wird sein, wenn sie uns sagen, was geschehen ist, wo die jungen Männer sind.» (Symbolbild)
Mexiko-Stadt - Eineinhalb Jahre nach ... mehr lesen
Mexiko-Stadt - Über ein Jahr nach dem Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko hat die Regierung auf Druck der ... mehr lesen
Die Ermittlungen wurden neu aufgerollt.
Mexiko-Stadt - Ein Jahr nach der Entführung und der mutmasslichen Ermordung von 43 Studenten sind in Mexiko Tausende Menschen ... mehr lesen
Mexiko-Stadt - Eine internationale Expertengruppe hat die offiziellen Ermittlungen zum mutmasslichen Massaker an 43 ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen 
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Weitere Verdächtige werden gesucht  Rio de Janeiro - Bei ihren Ermittlungen zur Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen hat die ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1780
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... ist ja noch nicht so lange her, als dass einem das alternde aber gut ... Fr, 27.05.16 21:37
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 14°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 12°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 13°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 10°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 11°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 14°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 16°C 20°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten