Zweite Fremdsprache umstritten
publiziert: Dienstag, 3. Mai 2005 / 17:17 Uhr

Luzern - Die zweite Fremdsprache in der Primarschule bleibt im Kanton Luzern umstritten. Der Grosse Rat hat sich für ein Time out ausgesprochen und die Regierung beauftragt, zur Sprachenfrage einen Planungsbericht zu schreiben.

Englisch und Französisch für Schulkinder?
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Der Luzerner Regierungsrat hatte sich nach den Vorgaben der Konferenz kantonaler Erziehungsdirektoren für zwei Fremdsprachen in der Primarschule entschieden, nämlich Englisch ab der dritten und Französisch ab der fünften Klasse (Modell 3/5).

Jeannette Chrétien (CVP) begründete ihre dringliche Motion für einen Planungsbericht mit dem Widerstand, der sich gegen dieses Modell in etlichen Kantonen regt. Auch im Kanton Luzern sei die Verunsicherung gross.

Breite Diskussion

Mit einem Planungsbericht könne der Grosse Rat eine breite Diskussion über den Sprachenunterricht führen, erklärte Chrétien. Bis dann sei auch die Entwicklung in den anderen Kantonen klar, so dass entschieden werden könne, ob Französisch nicht auf die siebte Klasse (Modell 3/7) verschoben werden solle.

Bildungsdirektor Anton Schwingruber zeigte sich für das Anliegen offen. Es bestehe Klärungsbedarf, sagte er. Weil das neue Modell erst auf das Schulahr 2006/07 umgesetzt werde, werde die Frage der zweiten Fremdsprache ohnehin erst auf 2008 aktuell.

Stillstand?

Ein Time out bedeute Stillstand, sagte dagegen Ruth Keller (FDP). Dies könne sich Luzern nicht leisten. Zentral sei eine überregional einheitliche Regelung. Andere Freisinnige warnten davor, sich hinter einem Planungsbericht zu verstecken.

Robert Thalmann (SVP), ein Verfechter des Modells 3/7, erwartet dagegen nichts von einem Planungsbericht. Besser sei es, wenn statt der Verwaltung das Volk entscheide, sagte er im Hinblick auf eine mögliche Initiative des Lehrerverbandes.

(rr/sda)

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