Zweiter Giro-Etappensieg für Robbie McEwen
publiziert: Dienstag, 9. Mai 2006 / 18:11 Uhr

Bei der vierten und letzten Ankunft des Giro d´Italia auf belgischem Territorium war Robbie McEwen erneut der schnellste Sprinter.

Robbie McEwen konnte mit seiner Endschnelligkeit die Etappe im Spurt entscheiden. (Archivbild)
Robbie McEwen konnte mit seiner Endschnelligkeit die Etappe im Spurt entscheiden. (Archivbild)
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Der Australier gewann in Hotton nach 193 km die 4. Etappe vor Paolo Bettini (It). Stefan Schmuacher (De) blieb Gesamterster.

McEwen war schon am Sonntag in Charleroi nicht zu schlagen gewesen. Damals war mit Spannung das Duell gegen Alessandro Petacchi erwartet worden. Der Italiener war nach seinem Sturz am Montag zur 4. Etappe nicht mehr angetreten. Der Bruch der linken Kniescheibe hat mit grosser Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass Petacchi auf die Teilnahme an der Tour de France verzichten muss.

Wie am Sonntag war es Olaf Pollack, der den Endspurt lancierte. Doch der Deutsche musste erneut die Endschnelligkeit McEwens anerkennen. Der Vorsprung des Australiers auf Paolo Bettini fiel allerdings knapp aus. Der Olympiasieger hätte sich vielleicht sogar durchsetzen können, wäre er im Final nicht eingeklemmt gewesen.

Erstmals in diesem Giro setzte sich ein Schweizer in Szene. Patrick Calcagni, Helfer von Danilo Di Luca in der italienischen Sportgruppe Liquigas, steckte mit Sandy Casar (Fr), Jugen Van de Walle (Be), Alessandro Bertolini (It) und Grischa Niermann (De) in einer Fluchtgruppe, die im Verlaufe ihrer Vorausfahrt über 160 km bis knapp sieben Minuten Vorsprung herausholte.

Damit war Niermann, der als 47. des Gesamtklassementes 1:11 Minuten Rückstand aufwies, theoretischer Leader. Doch wie üblich bei solchen Vorstössen erhöhten die am Etappensieg oder der Leaderstellung interessierten Sportgruppen am Ende das Tempo, sodass die Flüchtlinge nicht durchkamen.

Mit der Massenankunft wahrte Stefan Schumcher die Leaderposition. Der Deutsche bringt damit die Maglia rosa nach Italien. Am Dienstag kurz vor Mitternacht flogen zwei Flugzeuge die Fahrer von Lüttich nach Parma. Am Mittwoch verbringt der Tross den ersten Ruhetag. Die Fahrer erhalten so Gelegenheit, die Strecke des Mannschaftszeitfahrens über 38 km von Piacenza nach Cemona vom Donnerstag zu rekognoszieren.

4. Etappe, Wanze - Hotton (Be, 193 km): 1. Robbie McEwen (Au) 4:38:51 (41,527 km/h), 20 Sekunden Bonifikation. 2. Paolo Bettini (It), 12 Sek. Bon. 3. Alberto Loddo (It). 4. Maximiliano Richeze (Arg). 5. Olaf Pollack (De). 6. Mirco Lorenzetto (It). 7. Philippe Gilbert (Be). 8. Tomas Vaitkus (Lit). 9. Koldo Fernandez (Sp). 10. Sébastien Chavanel (Fr).

11. William Bonnet (Fr). 12. Henk Vogels (Au). 13. Leonardo Duque (Kol). 14. Graeme Brown (Au). 15. Gorazd Stangelj (Sln). 16. Stefan Schumacher (De). 17. Robert Förster (De). 18. Arnaud Gerard (Fr). 19. Grégory Rast (Sz). 20. Rik Verbrugghe (Be).

Ferner: 22. Martin Elmiger (Sz). 48. Damiano Cunego (It). 59. Danilo Di Luca (It). 62. Paolo Savoldelli (It). 74. Ivan Basso (It). 93. Gilberto Simoni (It). 110. Steve Zampieri (Sz). 139. Jan Ullrich (De). 157. Johann Tschopp (Sz). 167. Patrick Calcagni (Sz), alle gleiche Zeit. - Nicht gestartet: Alessandro Petacchi (It), Christophe Brandt (Be). Aufgegeben: Leonardo Bertagnolli (It).

Gesamtklassement: 1. Schumacher 14:52:55. 2. Savoldelli 0:13. 3. Davide Rebellin (It) 0:23. 4. José Ivan Gutierrez (Sp) 0:29. 5. José Luis Rubiera (Sp) 0:31. 6. Sergej Gontschar (Ukr) 0:31. 7. Bradley McGee (Au), gleiche Zeit. 8. Francisco Perez (Sp) 0:32. 9. José Enrique Gutierrez (Sp) 0:33. 10. Bettini 0:35.

11. Michael Rogers (Au) 0:37. 12. Tom Danielson (USA), gleiche Zeit. 13. Jens Voigt (De) 0:38. 14. Di Luca 0:39. 15. Marzio Bruseghin (It) 0:40. 16. Pollack 0:41. 17. Basso 0:43. 18. Cunego 0:45. 19. Dario Cioni (It) 0:46. 20. Joan Horrach (Sp) 0:49.

Ferner: 36. Simoni 1:02. 58. Rast 1:22. 71. McEwen 1:35. 98. Ullrich 1:51. 137. Elmiger 2:42. 138. Zampieri 2:51. 154. Calcagni 3:24. 169. Tschopp 5:24.

(fest/Si)

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