Zweiter Wahlgang für Merz-Nachfolge im Ständerat
publiziert: Sonntag, 8. Feb 2004 / 16:48 Uhr

Herisau - Riesenüberraschung in Appenzell Ausserrhoden: Im ersten Wahlgang um die Ständerats-Nachfolge des in den Bundesrat gewählten Hans-Rudolf Merz überholte die parteilose Jessica Kehl den früheren SVP-Nationalrat Jakob Freund.

Die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz im Ständerat konnte noch nicht geregelt werden.
Die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz im Ständerat konnte noch nicht geregelt werden.
Für die Merz-Nachfolge im Ständerat ist am 29. Februar ein zweiter Wahlgang nötig. Weder Hans Altherr (FDP), Jakob Freund (SVP) noch Jessica Kehl (parteilos) erreichten das absolute Mehr von 9371 Stimmen.

Regierungsrat Hans Altherr (54) erhielt 6179 Stimmen, gefolgt von Oberrichterin Jessica Kehl (52) mit 5980 Stimmen und alt Nationalrat Jakob Freund (58) mit 5140 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 54,84 Prozent.

Verschiedene, vor allem der frühere Landammann Hans Höhener, vereinigten 1441 Stimmen auf sich. Höhener hatte keinen eigentlichen Wahlkampf geführt. Der Ex-Regierungsrat und -Landammann war bei der Ständeratswahl an der Landsgemeinde 1997 gegen Merz unterlegen.

Begeisterung herrscht bei der Linken, Konsternation bei FDP und SVP. Wer im zweiten Wahlgang antreten wird, ist noch nicht bekannt. Die FDP ist unter ihrem Wert geschlagen worden, stellte FDP-Präsident Roman Messmer fest.

Den Avanti- und den Frauen-Effekt machte SVP-Wahlkampfleiter Edgar Bischof als Gründe für das schlechte Resultat von Jakob Freund aus. Freund hatte bei den Nationalratswahlen noch 38 Prozent erzielt und war gegen Marianne Kleiner (FDP) unterlegen.

Niemand erwartete dieses Super-Ergebnis, freute sich SP-Präsident Hansruedi Elmer. Begeisterung auch bei Jessica Kehl: Ich bin sehr begeistert, dass die Wahlbeteiligung so hoch ist. Das allerwichtigste ist, dass Frauen und Junge wieder zur Urne gingen.

Kehl war von SP und CVP unterstützt worden. Die Parteilose hat sich bisher noch nicht dazu geäussert, welcher Fraktion sie im Fall einer Wahl beitreten würde.

(rp/sda)

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