Zweites «Batman»-Massaker verhindert
publiziert: Freitag, 27. Jul 2012 / 21:45 Uhr
In der Wohnung des Verhafteten fand die Polizei zwanzig Gewehre und Pistolen sowie viel Munition. (Symbolbild)
In der Wohnung des Verhafteten fand die Polizei zwanzig Gewehre und Pistolen sowie viel Munition. (Symbolbild)

Washington/Guadalajara - Eine Woche nach dem Kino-Blutbad in Aurora hat die US-Polizei einen möglichen Amokläufer festgenommen. Die Polizei fand in seiner Wohnung in der Nähe Washingtons zwanzig Gewehre und Pistolen sowie viel Munition.

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Der Mann, der entlassen werden sollte, habe seinem Arbeitgeber gedroht, teilten die Behörden am Freitag mit. Nach Angaben eines Zeugen habe er sich am Telefon als «Batman»-Bösewicht Joker ausgegeben - was die Polizei an den mutmasslichen Todesschützen von Aurora erinnerte. «Ich bin ein Joker. Ich werde meine Pistole laden und alle in die Luft sprengen», soll er gesagt haben.

Er habe bei seiner Festnahme ein T-Shirt mit dem Aufdruck «Nicht Pistolen töten Menschen - ich töte sie» getragen, sagte ein Ermittler. Der Festgenommene befinde sich zur Untersuchung in einem Krankenhaus.

Der zuständige Polizeichef Mark McGaw sagte, dass es sich vermutlich um eine ernste Gefahr gehandelt habe. «Wir können aber nicht genau ermessen, was wir hier verhindert haben», fügte er hinzu.

Holmes am Montag erneut vor Gericht

Vor einer Woche hatte ein Amokläufer bei einer «Batman»-Premiere im US-Bundesstaat Colorado zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Der Vorfall sorgte für eine Debatte über schärfere Waffengesetze in den USA. In zahlreichen Ländern wurden nach der Tat die Sicherheitsvorkehrungen in den Kinos verschärft.

Der 24-jährige Kino-Todesschütze James Holmes sitzt unterdessen in Denver im Gefängnis und muss am Montag wieder vor Gericht erscheinen. Dann soll die Anklage gegen ihn verlesen werden. Holmes wird vorgeworfen, vor einer Woche bei einer Vorführung des neuen «Batman»-Films in Aurora im US-Bundesstaat Colorado zwölf Menschen erschossen zu haben.

Holmes war vor der Tat in psychiatrischer Behandlung. Wie aus einem am Freitag veröffentlichten Antrag der Verteidigung hervorgeht, ging er an seiner Universität zu einem Psychiater. Die Verteidigung versucht aufzuklären, wie mehrere US-Medien zur Information kamen, dass ein Paket, das Holmes an seinen Psychiater schickte, ein Notizbuch mit der Beschreibung von Mordplänen enthielt.

(bert/sda)

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