Zweites KVG-Paket verabschiedet
publiziert: Mittwoch, 15. Sep 2004 / 10:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Sep 2004 / 10:37 Uhr

Bern - Der Bundesrat hat das zweite Paket zur KVG-Revision verabschiedet. Krankenkassen und Kantone sollen die Leistungen der Spitäler je zur Hälfte finanzieren. Das kostengünstige Versicherungsmodell Managed Care wird im Gesetz verankert.

Krankenkassen und Kantone sollen die Leistungen der Spitäler je zur Hälfte finanzieren.
Krankenkassen und Kantone sollen die Leistungen der Spitäler je zur Hälfte finanzieren.
Bei den Spitälern schlägt der Bundesrat den Übergang von der heutigen Objektfinanzierung zur Leistungsfinanzierung vor. Für alle in der kantonalen Planung aufgeführten Spitälern - ob öffentlich oder privat - teilen sich Kassen und Kantone hälftig in die Finanzierung (dual-fixe Finanzierung).

Kurz- und mittelfristig führt dies vor allem für die Krankenversicherer zu Mehrkosten. Längerfristig erwartet der Bundsrat aber eine Kosteneindämmung. Die neue Regelung soll zudem gestaffelt eingeführt werden. Innerhalb von drei Jahren will der Bundesrat Vorschläge zu einer monistischen Spitalfinanzierung (nur noch ein Kostenträger) vorschlagen.

Mit einer separaten Botschaft schlägt die Landesregierung vor, Managed Care im KVG zu verankern. Bei diesem (freiwilligen) Modell mit integrierten Versorgungsnetzen werden die Patienten während des gesamten Diagnose- und Behandlungsprozesses begleitet und betreut. Versicherer und Leistungserbringer sind dabei in die finanzielle Verantwortung mit einbezogen.

Die mit diesem zweiten Paket vorgeschlagenen Massnahmen sollen auf den 1. Januar 2006 in Kraft treten.

(rp/sda)

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