Zwischenfall auch bei Romneys Polen-Besuch
publiziert: Dienstag, 31. Jul 2012 / 18:27 Uhr
Romney besucht zum Abschluss seiner Europareise Polen.
Romney besucht zum Abschluss seiner Europareise Polen.

Warschau - Nachdem Romney in Israel bei den Palästinensern starke Verärgerung ausgelöst hatte, weil er Jerusalem als Hauptstadt Israels bezeichnete, und in Grossbritannien die Olympia-Planer brüskiert hatte, verlief auch der Besuch in Polen nicht ohne Zwischenfall.

4 Meldungen im Zusammenhang
Zwar konnte sich Romney selbst vorerst von weiteren Tritten ins Fettnäpfchen fernhalten. Von seinem Pressesprecher Rick Gorka konnte man dies hingegen nicht behaupten. So legte sich dieser am Dienstag anlässlich der Rede Romneys mit Journalisten an und beschimpfte sie, nachdem sie seinen Chef auf dessen peinliche Patzer in Israel und Grossbritannien hingewiesen hatten.

Dabei seien Ausdrücke wie «Leck mich am Arsch» und «Du kannst mich mal» gefallen, berichteten der US-Fernsehsender CNN und das Online-Magazin «Politico». Später habe sich Gorka für sein ausfälliges Verhalten dann aber entschuldigt, berichteten die beiden Medien.

Verbundenheit betont

Romney selbst betonte am letzten Tag seiner Europareise die Unterstützung Polens für die Militäraktionen der USA im Irak und in Afghanistan. Zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs lobte er das osteuropäische Land als einen der «Stützpfeiler der NATO».

Ausserdem sprach Romney in seiner Rede in der Warschauer Universitätsbibliothek von der «Familie der Demokratie», in der Polen und die USA vereint seien. Die Loyalität der Polen sei auch eine Verpflichtung für die USA: «Wir müssen denen die Treue halten, die Amerika treu sind.»

Und weiter: «Wir sprechen die Sprache der Freiheit und Gerechtigkeit, wir sorgen uns um das Recht jedes Menschen auf ein Leben in Frieden», sagte der Herausforderer von US-Präsident Barack Obama in seinem einzigen Redeauftritt in Polen nicht ohne Pathos.

Die von Polen seit Jahren geforderte Aufhebung der Visumspflicht für Reisen in die USA sprach Romney nicht an, stattdessen lobte er das Wirtschaftswachstum Polens auch in den Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise.

Nachdrücklich lobte er den polnischen Freiheitskampf gegen Nationalsozialismus und Kommunismus. «In den schwärzesten Stunden des vergangenen Jahrhunderts hatten die Polen Hoffnung gegeben», sagte er und schlug den Bogen amerikanisch-polnischer Allianzen vom amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bis hin zum Einsatz im Irak und in Afghanistan.

Blumen an Kriegsdenkmal niedergelegt

Auch wenn Romney auf Einladung des ehemaligen Arbeiterführers und Friedensnobelpreisträgers Lech Walesa nach Polen gekommen war, traf er sich auch mit Regierungschef Donald Tusk, Aussenminister Radoslaw Sikorski und Staatspräsident Bronislaw Komorowski.

Vor der Rückkehr in die USA legte Romney am Dienstag Blumen vor dem Denkmal für die Kämpfer des Warschauer Ghettos und des Warschauer Aufstands nieder.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington/Jerusalem - Das Weisse Haus hat Äusserungen des designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner, Mitt Romney, während ... mehr lesen
Ein Staatsmann mit diplomatischen Qualitäten?
Jerusalem - Eine iranische Aufrüstung mit Atomwaffen stellt nach Worten des US-Präsidentschaftsbewerbers Mitt ... mehr lesen
Der Präsidentschaftskandidat der Konservativen: Mitt Romney.
London - Nach heftiger Kritik an seinen Äusserungen zum Stand der Vorbereitungen vor den Olympischen Spielen in London hat der US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney den Fuss aus dem Fettnäpfchen gezogen. «Ich gehe davon aus, dass die Spiele höchst erfolgreich sein werden», erklärte Romney. mehr lesen 
Romney
hat er Anstand oder ist er einfach nicht intelligent? 1. hat nicht, 2. ist nicht.
Man kann nur hoffen, er verpatzte seine Wahl. Bei den Amerikanern weiss man nie, vor allem, weil die Zeitungsberichte meist Europa ausblenden.
Ja, kommt noch dazu: die Zahlungskraft der Macht.
Die Terrormiliz Islamischer Staat erzeugt Abscheu durch extrem barbarenhafte Handlungen.
Die Terrormiliz Islamischer Staat erzeugt Abscheu durch extrem ...
IS-Vormarsch  Washington - Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat offenbar einen weiteren als Geisel genommenen US-Journalisten grausam hingerichtet. Die IS veröffentlichte am Dienstag ein Video, das die Enthauptung des 31-jährigen Reporters Steven Sotloff zeigen soll. 1
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2404
    Der... Krieg in Syrien folgte einem legitimen Begehren von Bürgern nach der ... gestern 21:06
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Ich habe aus meinem Standpunkt nie einen Hehl gemacht, thomy. Putin hat grosses ... gestern 20:43
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Danke! :-) Natürlich ist KenFM für Sie eine Gefahr. Ein Grund mehr, weitere ... gestern 19:45
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Ich habe aus meinem Standpunkt nie einen Hehl gemacht, thomy. Putin hat grosses ... gestern 19:41
  • thomy aus Bern 4165
    Ich habe nochmals nach gelesen ... Es ist so verrückt, was hier, ich meine Putin, ausgelöst hat und nicht ... gestern 19:20
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Nein thomy wie kommen Sie auf die Idee? gestern 18:44
  • thomy aus Bern 4165
    kubra! Würden Sie es schätzen, wenn SIE vor den Russen, vor wilden Horden, ... gestern 17:35
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Die Flüchtlingsströme werden von unterschiedlichen Faktoren gelenkt, zombie1969 Die ... gestern 16:28
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 7°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 9°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 9°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten