Zwischenfall in AKW: Slowenien räumt Fehler ein
publiziert: Donnerstag, 5. Jun 2008 / 08:03 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jun 2008 / 08:43 Uhr

Ljubljana - Nach dem Zwischenfall im slowenischen Atomreaktor Krsko haben die slowenischen Behörden einen Fehler bei der Benachrichtigung der zuständigen Behörden eingeräumt. Menschen und Umwelt seien nicht gefährdet worden, hiess es.

Vor allem österreichische Umweltschützer fordern seit Jahren die Stilllegung des Atomreaktors Krsko.
Vor allem österreichische Umweltschützer fordern seit Jahren die Stilllegung des Atomreaktors Krsko.
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Der Zwischenfall sei im benachbarten Österreich zunächst als Übung der Strahlenschutzbehörde gemeldet worden, hiess es nach slowenischen Medienberichten.

Dies bestätigte der österreichische Umweltminister Josef Pröll. Er verlangte von Sloweniens Regierung eine Aufklärung des Zwischenfalls.

Zunächst sei aus Versehen ein falsches Formular benutzt worden, sagte der Leiter der slowenischen Atomschutzbehörde, Andrej Stritar. Dieser Fehler sei später korrigiert worden, sagte er gegenüber dem slowenischen Fernsehsender TVS.

«Eher geringer» Zwischenfall

Die EU-Kommission hatte nach dem Vorfall über ein spezielles Warnsystem alle 27 Mitgliedsstaaten der EU informiert. Das slowenische Umweltministerium zeigte sich wegen des europaweiten Alarms jedoch erstaunt, da die Behörden in Ljubljana den Zwischenfall selbst als «eher gering» einstuften.

Aus dem «primären System» des Atomreaktors sei Wasser ausgetreten, hiess es nach Angaben der slowenischen Atomsicherheitsbehörde. Daraufhin sei der nahe der kroatischen Grenze gelegenen Meiler schrittweise vorsorglich abgeschaltet worden. Menschen und Umwelt seien nicht gefährdet worden.

Auch von der EU kam Entwarnung. Und gemäss dem österreichischen Umweltministerium wurde keine erhöhte Radioaktivität in Österreich gemeldet.

Das deutsche Umweltministerium warnte vor «unnötiger Dramatik». Bei dem europaweiten Alarm handle es sich um ein Schnellinformationssystem der EU.

Stilllegung gefordert

Die Umweltorganisation Greenpeace hingegen bezeichnete den europaweiten Alarm als «ungewöhnlich». Das System sei als Reaktion auf das Reaktorunglück von Tschernobyl eingerichtet worden und sei für Notsituationen.

Das Atomkraftwerk Krsko im Südosten Sloweniens ist bereits vor knapp fünf Jahren wegen einer Störung vorübergehend abgeschaltet worden. Vor allem österreichische Umweltschützer fordern seit Jahren die Stilllegung des einzigen Atomkraftwerks auf dem Balkan.

(bert/sda)

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